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Klinikum Bogenhausen

Allgemein-, Viszeral-, Endokrine und Minimal-invasive Chirurgie
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Onkologische Bauchchirurgie (Krebschirurgie) – So schonend wie möglich

Selbst bei Tumor-Operationen überwiegend minimal-invasiv operieren – das gelingt uns aufgrund unserer besonderen Erfahrung und Expertise. Wir ersparen den Krebspatienten – wann immer möglich – große Bauchschnitte und führen beispielsweise über 90 Prozent der erstmalig durchgeführten Darmkrebs-Operationen im Rahmen einer Bauchspiegelung durch, die unter Fachleuten mit dem Begriff Laparoskopie bezeichnet wird.

Große Erfahrung von über 500 Operationen. Enge Zusammenarbeit aller Fachdisziplinen.

Am Klinikum Bogenhausen führen wir jährlich mehr als 400 Operationen wegen Darmkrebs und jeweils mehr als 50 wegen Pankreaskarzinomen, Magen- und Speiseröhrenkrebs durch. Die Deutsche Krebsgesellschaft hat unsere Klinik als Darmkrebs-Zentrum und Pankreaskrebszentrum (inklusive Schwerpunkt Magenkarzinom) gemäß ihrer strengen Kriterien und Anforderungen geprüft und zertifiziert.

Zudem besitzt das Klinikum Bogenhausen die übergreifende Zertifizierung als Onkologisches Zentrum. Daher können sich die Patienten bei uns darauf verlassen, dass eine Krebstherapie immer als abgestimmte Behandlung vieler Experten passiert. In sogenannten Tumorkonferenzen tragen wir das Wissen über die einzelnen Patienten zusammen und erarbeiten dann gemeinsam die individuell beste Therapie-Strategie.

Eine sichere Krebs-OP - so "radikal" wie nötig, dabei so schonend wie möglich

Bei Tumor-Operationen geht ein erfahrener Chirurg stets so vor, dass er – wenn immer möglich – das befallene Gewebe mit einem großen Sicherheitsabstand entfernt. Auch die zugehörigen Blutgefäße, Lymphbahnen und Lymphknoten muss er meist entnehmen. Damit wird verhindert, dass die Krebszellen in andere Regionen des Körpers wandern und dort Tochtergeschwulste hervorrufen können.

Dieses "Radikalitätsprinzip" steht stets über allem, doch gleichzeitig versuchen wir so schonend wie möglich vorzugehen.

„Bei Tumor-Operationen entfernen wir das befallene Gewebe stets mit großem Sicherheitsabstand. “
PD Dr. Gabriel Glockzin

Minimal-invasive Chirurgie: Kleine Schnitte - kleine Narben

Die Vorteile der minimal-invasiven Eingriffe, auch unter dem Begriff Schlüsselloch-Chirurgie geläufig, für den Patienten liegen auf der Hand: Je kleiner die Schnitte, desto kleiner die oft kaum sichtbaren Narben. Außerdem leiden Patienten oft unter geringeren Schmerzen und erholen sich meist schneller. Ein besonderer Vorteil ist auch die schnellere Rekonvaleszenz (Genesung) nach der Operation.

Ein großer Vorteil für unsere Operateure: durch die eingeführte Kamera kann bei Operationen im kleinen Becken oftmals eine bessere Übersicht und Identifizierung wichtiger Strukturen wie der für die Blasen- und Sexualfunktion verantwortlichen Nerven erreicht werden.

Wir arbeiten fortlaufend an neuen Konzepten, um die Vorzüge dieser modernen Operationsmethoden möglichst vielen Patienten anbieten zu können.

Laparoskopie
Durch einen nur millimeterlangen Schnitt führen wir ein röhrenförmiges Endoskop – mit Lichtquelle und hochauflösender Kamera an der Spitze – in den Bauchraum ein. Die Operationswerkzeuge wie Zangen oder Sauger bringen wir mittels weiterer kleiner Schnitte zu der betroffenen Stelle, während wir alles detailgenau an einem großen Monitor vorfolgen.

Bildergalerie: Einblick in eine Bauchspiegelung als Beispiel für eine laparoskopische OP

Darmkrebs – OP soll den natürlichen Verdauungsablauf erhalten

Über 90 Prozent der erstmalig durchgeführten Darmkrebs-Operationen können wir mittels minimal-invasiver Operationsmethoden durchführen.

Sollte der Tumor noch klein und noch nicht in tiefere Schichten der Darmwand eingewachsen, kann im Einzelfall eine lokale Entfernung des Tumors ausreichend sein.

In vielen Fällen entfernen wir bei Darmkrebs, bei Dickdarm- ebenso wie beim Mastdarm-Karzinomen, den betroffenen Darmabschnitt als Ganzes – samt der zugehörigen Blutgefäße und Lymphknoten.

Bei einem extrem hohem Darmkrebs-Risiko kann es angezeigt sein, den kompletten Dick- und Mastdarm zu entfernen.

Wir setzen auch dann immer alles daran, den Afterschließmuskel zu erhalten, so dass ein natürlicher Verdauungsablauf möglich bleibt.

Bei größeren und chirurgisch komplexen Eingriffen schaffen wir vorübergehend einen künstlichen Darmausgang – damit die Nähte der verbundenen Darmenden gut verheilen können.

Nur wenn der Tumor bereits den After-Schließmuskel erreicht hat, müssen wir einen dauerhaften künstlichen Darmausgang anlegen, da es nur so möglich ist, den Tumor vollständig und radikal zu entfernen. 

INFO: Darmkrebs-Therapie ohne Operation in unserer Gastroenterologie

Pankreas-Krebszentrum: bestmögliche Expertise für hochkomplexe Eingriffe

Wenn Tumore in der Bauchspeicheldrüse, Pankreas-Karzinome, so früh erkannt werden, dass sie noch operabel sind, dann wird diese Operation bei uns durch ausgewiesene Experten erfolgen. Denn bei Operationen der Bauchspeicheldrüse sind weitere Organe betroffen, so dass es sich in der Regel um hochkomplexe Eingriffe handelt.

Hat der Tumor den linken Teil der Bauchspeicheldrüse, den Pankreasschwanz, oder den Pankreaskörper befallen, können wir diese Operationen meist mittels minimal-invasiver Eingriffe durchführen. Bei der so genannten Pankreaslinksresektion wird der Pankreasschwanz, also der linke Teil der Bauchspeicheldrüse, entfernt. Sitzt der Tumor im Pankreaskörper, müssen Körper und Schwanz herausgenommen werden.

Falls das Pankreaskarzinom seinen Ursprung im rechten Teil der Bauchspeicheldrüse, dem Pankreaskopf, hat, müssen wir meist mehrere Organe ganz oder teilweise entfernen: den Pankreaskopf, den Zwölffingerdarm, einen kleinen Teil des Magens und die Gallenblase. Anschließend müssen wir neue Verbindungen der verbleibenden Organteile mit dem Darm herstellen.

Unsere langjährige Erfahrung hilft uns, die Funktion der betroffenen Organe und eine möglichst natürliche Verdauung soweit wie möglich zu erhalten.

INFO: Therapie bei Pankreas-Karzinomen ohne Operation in unserer Partnerklinik für Gastroenterologie

Speiseröhrenkrebs – Operation ist zum Teil auch minimal-invasiv möglich

Das Vorgehen bei der Operation eines Speiseröhren-Tumors hängt von der Art, der Lage und der Ausdehnung des Tumors ab.

Gutartige Tumore, die aber den Durchfluss in der Speiseröhre behindern, werden lokal abgetragen.

Bei bösartigen Tumoren entfernen wir den gesamten befallenen Teil der Speiseröhre mit einem genügenden Sicherheitsabstand und den zugehörigen Lymphknoten. Diese umfassende Operation, die neben der Öffnung der Bauchhöhle auch eine Brustkorb-Öffnung und in manchen Fällen zusätzlich einen Halsschnitt verlangt, führen wir nur dann durch, wenn wir sicher sind, dass der Tumor sich noch nicht in andere Regionen des Körpers ausgebreitet hat.

Als Speiseröhrenersatz ziehen wir in der Regel einen Teil des Magens nach oben. Falls dies nicht möglich ist, können wir die Lücke in der Speiseröhre auch durch Teile des Dickdarms überbrücken.

In ausgewählten Fällen kann die Operation auch minimal-invasiv, also laparoskopisch (Bauchhöhle) oder sogar laparoskopisch und thorakoskopisch (Bauch- und Brusthöhle) durchgeführt werden.

INFO Speiseröhrenkrebs: Therapie ohne Operation in unserer Partnerklinik für Gastroenterologie

Magenkrebs – gute Lebensqualität bleibt auch nach der Operation erhalten

Wenn ein Magentumor weiter in tiefere Schichten der Magenschleimhaut eingedrungen ist, müssen wir ihn operativ entfernen. Nach den individuellen Untersuchungsbefunden entscheiden wir in der interdisziplinären Tumorkonferenz, ob wir eine teilweise oder vollständige Magenentfernung vorschlagen.

Der Teil des Magens, in dem sich der Tumor angesiedelt hat, sowie die umliegenden Lymphknoten sollten in jedem Fall mit Sicherheitsabstand entnommen werden. Die natürliche Verdauung kann jedoch selbst dann wiederhergestellt werden, wenn wir den Magen vollständig entfernen. Wir verbinden die Speiseröhre mit dem Dünndarm.

Die Patienten sind dann nur insofern eingeschränkt, dass sie nur kleinere Mahlzeiten zu sich nehmen können. 

INFO:Therapieoptionen bei Magenkrebs ohne Operation in unserer Partnerklinik für Gastroenterologie

„Als zertifiziertes Onkologisches Zentrum können sich unsere Patienten darauf verlassen, dass ihre Krebstherapie immer als abgestimmte Behandlung vieler Experten passiert, die in so genannten Tumorkonferenzen ihr Wissen über die einzelnen Patienten zusammentragen und dann gemeinsam die individuell beste Therapie-Strategie erarbeiten.“
PD Dr. Gabriel Glockzin

Leberkrebs und Lebermetastasen - sicherer Eingriff mit neuen Verfahren

Die Operation von Lebertumoren und –metastasen hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht.

Präzise und gewebeschonende Schnitt-Techniken ermöglichen, betroffene Lebersegmente zu entfernen, ohne hohe Blutverluste in Kauf nehmen zu müssen.

Unsere erfahrenen Chirurgen können durch spezielle Resektionsverfahren wie z.B. die In-situ Split-Leberresektion und/oder die Kombination mit radiologischen Interventionen auch bislang nicht herausnehmbare Tumore vollständig entfernen.

Beim cholangiozellulären Karzinom (CCC), das in den Gallengängen entsteht, können wir Gallenblase, Gallenwege und eventuell befallene angrenzende Leberbereiche sowie die zugehörigen Lymphknoten im Rahmen einen gut vorbereiteten Operation sicher entfernen. 

INFO: Leberkrebs - Therapie ohne Operation in unserer Partnerklinik für Gastroenterologie