Wirbelsäule (Spinalkanalstenose, Wirbelgleiten)

Umfassende Behandlung bei Wirbelsäulenerkrankungen

Über 80% der deutschen Bevölkerung leidet an Rückenschmerzen. Die häufigste Ursache für Rückenschmerzen sind verschlissene Bandscheiben. Langes Sitzen, zu wenig Bewegung oder einseitige Tätigkeiten sind für unsere Bandscheiben eine zu starke Belastung. Aber auch Instabilitäten und Wirbelkanalverengungen sind häufig die Gründe, warum Betroffene einen Arzt aufsuchen müssen. Unsere Klinik ist spezialisiert auf degenerative, traumatische, entzündliche und tumoröse Erkrankungen der Wirbelsäule, von der Halswirbelsäule über die Brustwirbelsäule bis zur Lendenwirbelsäule.

Navigierte und Roboter-assistierte Wirbelsäulenchirurgie

Komplexe Eingriffe werden mit Hilfe der dreidimensionalen Wirbelsäulennavigation durchgeführt. Während der Operation dient das Navigationssystem oder der Roboter als Positionierungshilfe.

Damit wird z.B. bei Stabilisierungsoperationen, die Instabilitäten der Wirbelsäule wie z.B. das Wirbelgleiten betreffen, eine nahezu fehlerfreie Schraubenlage erzielt. Bei konventionellen Methoden besteht eine Fehlrate von fast 30%.

Fehlplatzierte Schrauben können aus dem Wirbelkörper abweichen und zu neurologischen Schäden führen. Dank Neuronavigation ist die Strahlenbelastung für den Patienten ebenfalls deutlich geringer.

Computergestestützte Operationen, die wir seit Ende der 90er Jahre durchführen, bieten für unsere Patienten eine deutlich höhere Präzision und Sicherheit im Vergleich zu konventionellen Methoden.

Schonende Operationstechniken, die nur kleine Narben hinterlassen

Operationen an der Wirbelsäule werden in unserer Klinik minimal-invasiv und/oder mikrochirurgisch durchgeführt.

Auch bei Bandscheibenvorfällen und Verengungen des Wirbelkanals, sogenannten Spinalkanalstenosen, genügt häufig ein minimal-invasiver Eingriff mit einem Hautschnitt von nur zwei bis drei Zentimetern, um Rückenschmerzen zu beenden.

Dank der schonenden Operation wird das umliegende Gewebe geschont und heilt zügiger. Unsere Patienten haben weniger Schmerzen und genesen schneller.

Bewegliche Bandscheibenimplantate für jüngere Patienten

Patienten unter 55 Jahren, die an einem Bandscheibenschaden der Halswirbelsäule leiden, empfehlen wir die Implantation einer Bandscheibenprothese. Auch im Bereich der Lendenwirbelsäule ist eine Prothese empfehlenswert, hier sind aber intakte Kleinwirbelgelenke Voraussetzung, um die Prothese erfolgreich einsetzen zu können.

Dank der Prothese bleibt die Wirbelsäule so beweglich wie früher.

Ein weiterer Vorteil: die vorzeitige Degeneration der Bandscheibe in den benachbarten Segmenten wird vermieden.

Um den Behandlungserfolg zu kontrollieren, erfolgen für unsere Patienten Kontrolluntersuchungen nach 6 Wochen, 3 Monaten, 6 Monaten und 12 Monaten. Weitere Nachuntersuchungen werden jährlich durchgeführt. Bis zur Untersuchung nach 12 Monaten wird zusätzlich die Beweglichkeit der Prothese anhand von Röntgen- und Funktionsaufnahmen überprüft.

Dynamische und rigide Stabilisierungsoperationen

Bei Überbeweglichkeit der Bandscheibe empfehlen wir eine dynamische Stabilisierung mittels beweglichem Schrauben-Stab-System. 

In Frage kommt auch eine feste Stabilisierung mit Schrauben-Stab-System und zusätzlichen, mit Knochen gefüllten, Bandscheibenkäfigen, sogenannten Cages.