Wiederherstellungschirurgie – Funktion und Ästhetik zurückgewinnen

Wenn Bereiche des Körpers durch Verletzungen, Tumore oder Entzündungen derart geschädigt werden, dass die Funktion beeinträchtigt ist oder der Betroffene entstellt aussieht, dann können wiederherstellende Operationen helfen: Wir verpflanzen körpereigenes Gewebe oder Knochenstücke und wenden dabei eine Vielzahl moderner Operationstechniken an.

Betroffene aus vielen Teilen der Welt kommen zu uns nach München

Unsere Patientinnen und Patienten schätzen die jahrzehntelange Erfahrung und die weitreichende Expertise unserer Operateure. Sogar wenn große Teile des Gesichts, die Bauchdecke oder der Penis betroffen sind, ist eine Rekonstruktion, die sowohl die Funktionalität der Körperteile als auch die Ästhetik im Blick hat, in unserer Klinik möglich.

Und nicht nur unsere Chirurgen haben ein sehr spezialisiertes Know how in der Wiederherstellenden Chirurgie – im Rahmen von intensiven Schulungen hat sich   auch unser Pflegepersonal einen großen Erfahrungsschatz erworben. Unsere Pflegekräfte übernehmen nach dem operativen Gewebetransfer die wichtige Aufgabe, engmaschig und kundig durch spezielle Ultraschalluntersuchungen sicherzustellen, dass das eingepflanzte Gewebe permanent durchblutet bleibt.

Versiert bei Operationsmethoden, die eine Körperfunktion wiederherstellen

Besonders spezialisiert hat sich unsere Klinik auf Operationen, bei denen es vorrangig darum geht, eine Körperfunktion wieder herzustellen. Mit modernen Techniken können wir beispielsweise Blasenentleerungsstörungen durch einen Muskeltransfer beheben oder die Mimik wiederherstellen, wenn eine Gesichtshälfte gelähmt war. Lähmungen im Unterschenkel oder Verletzungen des Unterarms operieren wir so, dass Fuß oder Hand wieder beweglich werden.

„Bei unseren wiederherstellenden Operationen achten wir immer gleichzeitig auf die Funktion und die Ansehnlichkeit.“
Dr. Frank Herter, Leitender Oberarzt

Gesichtsrekonstruktion nach Unfällen oder Tumoren – funktionell und ästhetisch

Hautkrebs-Tumore können – falls sie nicht schnell behandelt werden – bedingen, dass in manchen Fällen Teile des Gesichts entfernt werden müssen. Auch Unfälle oder schlimme Verbrennungen können zu derartigen Entstellungen führen.

Bei unseren wiederherstellenden Operationen achten wir immer gleichzeitig auf die Funktion und die Ansehnlichkeit.

Lippen sollen beispielsweise wieder ihre natürliche Aufgabe beim Sprechen, Trinken und Verschließen des Mundes übernehmen können.

Und Augenlider rekonstruieren wir so, dass sie die Augen wieder komplett schließen können, damit die Hornhaut langfristig keinen Schaden nimmt.

Stets ist - neben der Funktion - auch das Aussehen ein ebenso wichtiges Anliegen und wir beziehen hierbei die Vorstellungen und Wünsche der Patientin, des Patienten mit ein.

Gewebe- und Knochentransfer im Gesicht – mikrochirurgische Feinarbeit

Bei der Wiederherstellungschirurgie arbeiten wir stets nach einem ausgeklügelten System.

Wir entnehmen geeignete Gewebeteile oder Knochenstücke aus nicht betroffenen Gesichtsregionen oder anderen Körperstellen, wobei wir die Versorgungsstrukturen an den Entnahmestellen schonen.

Die freien Gewebeteile oder Knochenstücke setzen wir in die betroffenen Gesichtsteile ein und verbinden alle Gefäße, auch die millimeterfeinen Blutbahnen und Nerven, in der aufnehmenden Region.

Auf diese Art können wir auch Augenlider, Unterkiefer, Nasen und Ohren wiederherstellen.

Gerade für die Ohren können unter Umständen mehrere Operationen erforderlich sein.

Aus Gewebeteilen können wir auch Ohren wieder herstellen.

Mimik zurückgewinnen nach einer Lähmung des Gesichtsnervs

Relativ häufig treten einseitige Lähmungen des Gesichtsnervs, die so genannten Fazialisparesen, auf – meist lässt sich die Ursache nicht herausfinden.

Wir behandeln, indem wir einen Muskel, den wir meist am Oberschenkel entnehmen, ins Gesicht verpflanzen. 

Während der Operation verbinden wir den Muskel entsprechend mit Nerven und Blutgefäßen.

So können wir in der Regel die Mimik in der betroffenen Gesichtsregion wiederherstellen.

Wiederherstellungschirurgie bei Knochentumoren

Nach der Entnahme des Tumors das Knochenstück ersetzen

Auch wenn Knochen von Krebstumoren betroffen sind, können wir mittels Techniken der Plastischen Chirurgie die Beeinträchtigungen im Rahmen halten.

Wir verpflanzen Knochengewebe, das wir meist aus dem Beckenkamm entnehmen, an die betroffene Stelle und sorgen durch unser mikrochirurgisches Vorgehen dafür, dass der Knochen schnell zusammenwächst.

Plexuschirurgie: Dem Armnervengeflecht seine Funktion zurückgeben

Nach Unfällen im Verkehr und bei der Arbeit, vor allem nach Motorradunfällen, kommt es nicht selten vor, dass das Nervengeflecht (Plexus), das die Arme versorgt, nachhaltig geschädigt ist.

Dieses Armnervengeflecht können wir durch eine Umlagerung der Nerven oder gar eine Verpflanzung von Nervenstücken in die betroffenen Regionen wieder funktionsfähig machen und somit die Bewegungsoptionen des Arms und der Hand wiederherstellen.

Plexuschirurgie nennen Fachleute diese komplexe Methode, bei der die Funktion der Nervengeflechte im Zentrum der Anstrengungen liegt.

Verletzungen an Unterarmen und Unterschenkeln: Muskel- und Hauttransfer

Sollten durch einen Unfall die Muskeln an Unterarmen oder Unterschenkeln massiv geschädigt sein, können wir Muskeln – meist aus den Oberschenkeln – transferieren und dadurch ermöglichen, dass die Hand oder der Fuß wieder zu bewegen sind.

Die verpflanzten Muskeln werden im Rahmen einer mikrochirurgischen Operation an die Blutgefäße und Nerven angeschlossen, so dass die Versorgung sichergestellt ist.

Da vor allem beim Unterschenkel der Knochen direkt unter der Haut liegt, kommt es nicht selten vor, dass nach Unfällen Haut fehlt.

Fehlende Haut ersetzen wir, indem wir sie aus dem Oberschenkel entnehmen und in die betroffene Region einsetzen und dort sorgfältig an den Gewebekreislauf anschließen.

Peroneus-Lähmung im Unterschenkel durch Muskeltransfer beheben

Ist der Peroneus-Nerv, der im Wadenbein verläuft, geschädigt, können die Betroffenen ihren Fuß nicht mehr richtig heben. Ziel einer Operation ist es, wieder ein natürliches Gangbild zu ermöglichen und auch Verformungen der Fußknochen zu vermeiden. 

Zur Behandlung verlagern wir einen Muskel aus dem hinteren Teil der Wade nach vorne – zusammen mit den stimulierenden Nerven.

Dadurch ersetzen wir den geschädigten Peroneus-Nerv.

Kopfhaut - Mehr Haut mit dem Expander

Fehlende Kopfhaut durch gezielte Ausdehnung nicht betroffener Regionen ersetzen

Behaarte Kopfhaut verpflanzen wir nicht, sondern wir nutzen eine Operationsmethode, bei der wir die behaarten Regionen mittels eines Expanders ausdehnen.

Über mehrere Wochen hinweg blasen wir die Expander mittels eines Ballons immer weiter auf, so dass am Ende die entstellte und enthaarte Region bedeckt ist.

Penis-Rekonstruktion – anspruchsvolle plastische Operation

Nach Tumorerkrankungen oder Unfällen ist in manchen Fällen auch die Rekonstruktion eines Penis erforderlich. Durch moderne Operationstechniken, die wir uns angeeignet haben, erreichen wir ausgezeichnete Operationsergebnisse.

Aus Gewebeteilen aus Unterarm oder Oberschenkel kann ein Penis rekonstruiert werden, mit dem der Patient auch wieder normal Wasserlassen kann.

Rekonstruktion der Luftröhre: Moderne Operationsmethode in Bogenhausen

Eine ganz neue Operationsmethode ermöglicht uns, Defekte in der Luftröhre zu überbrücken.

Bei dieser Plastischen Operation verpflanzen wir Knochenstücke aus dem Oberschenkel auf die Luftröhre, so dass diese ihre natürliche Funktion zurückerlangen kann.

Bauchdecke wieder schließen durch Verpflanzung eines Rückenmuskels

Nach Unfällen oder Entzündungen kommt es vor, dass die Bauchdecke zerstört ist und den Darm nicht mehr vollständig umschließt.

In diesen Fällen verpflanzen wir einen Muskel, meist aus dem Rücken, und stellen damit wieder eine vollständige Bauchdecke her.

Bei Blasenentleerungsstörungen: Mit einem verpflanzten Muskel Abhilfe schaffen

In enger Kooperation mit unserer Klinik für Urologie operieren wir Patienten, die unter Blasenentleerungsstörungen leiden, die durch physiotherapeutische oder medikamentöse Therapien nicht zu beheben sind.

In diesen Fällen entnehmen wir einen Muskel vom Rücken, den wir um die Blase schlingen und mit entsprechenden Blutgefäßen und Nerven verbinden, so dass die Patienten – nach einer gewissen Zeit mit physiotherapeutischen Übungen – ihre Blase wieder willkürlich entleeren können.

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