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Klinikum Harlaching

Pneumologie, Gastroenterologie, Internistische Intensiv- & Beatmungsmedizin
Ihr Kontakt zu unserer Abteilung

(089) 6210-2403

Schwerpunkt Pneumologie.

Gezielte Hilfe bei Erkrankungen von Lunge und Atemwegen

Manche Lungenerkrankungen treten eher schleichend auf – Betroffene schieben ihre Symptome wie Atemnot oder Husten dann oft aufs Alter oder eine hartnäckige Erkältung. Andere Lungenerkrankungen - wie beispielsweise Embolien oder starke Lungenentzündungen - können in kürzester Zeit lebensbedrohliche Zustände hervorrufen. Diese bedürfen dann einer schnellen und intensiven medizinischen Therapie.

Dass unsere Klinik für Lungenerkrankungen selbst eine Station für Intensiv- und Beatmungsmedizin besitzt, erlaubt uns sehr flexibel auf die unterschiedlichen Erkrankungsformen und –stadien zu reagieren - wir sind sowohl auf chronische als auch akute Szenarien bestens vorbereitet.

Moderne Diagnostik und abgestimmte Therapie

Wir nehmen uns Zeit, die Ursachen zu erfragen und einen genauen Blick auf ihre Form der Lungen- und Atemwegserkrankung zu werfen. Dies ist für eine exakte Diagnose der Ursache für Ihre Symptome unabdingbar.

Wir verfügen über modernste Verfahren wie

  • Lungenfunktionsdiagnostik,
  • Bronchoskopie,
  • Spiroergeometrie,
  • Schlafapnoe-Screening und
  • Bronchoskopien.

In unserer modernen Bronchoskopie-Einheit mit 24-Stunden-Bereitschaft werden Lungenspiegelungen in starrer und flexibler Technik sowie bronchoskopische Interventionen, einschließlich des endbronchialen Ultraschalls, der Kryo- oder Lasertechnik und der Argon-Plasma-Koagulation vorgenommen.

Zum Spektrum der Pneumologie gehört eine umfassende Funktionsdiagnostik einschließlich schlafbezogener Atemstörungen (Schlafapnoe). Ein Schwerpunkt ist die kardi-pulmonale Leistungsdiagnostik mittels Spiroergometrie.

Eine Tagesklinik und eine Privatambulanz ergänzen das stationäre Behandlungsangebot unserer Klinik. Aufgrund unseres breiten Behandlungsspektrums können wir die Therapie individuell auf die Situation unserer Patientinnen und Patienten abstimmen.

Unsere Untersuchungsmethoden

Unser Spektrum der Untersuchungen im Detail

  • Lungenfunktion (Atemmechanik, Gasaustausch, Atemmuskelkraft). Zum Beispiel zur frühzeitigen Erkennung von Asthma bronchiale oder COPD mit Lungenemphysem
  • Körperliche Leistungsfähigkeit (Spiroergometrie, Belastungs-EKG)
  • Nächtliche Atemstörungen (Schlafapnoe-Screening)
  • Brustkorb (Ultraschall von Rippenfell, Lungenfell und Zwerchfell)
  • Atemwege und Lungengewebe (flexible und starre Lungenspiegelung, endobronchialer Ultraschall, Feinnadelbiopsie zur Gewebeentnahme, Kryo- und Lasertherapie, Argon-Plasma-Koagulation)
  • Für die Tumordiagnostik und für die Beseitigung von Engstellen oder zur Blutstillung stehen neu gestaltete Bronchoskopie-Eingriffsräume im Haus L ("Laserzentrum") zur Verfügung.

Ambulanter Lungensport in den Räumlichkeiten unserer Klinik

Der ambulante Lungensport unter fachkundiger Leitung ist im Klinikum Harlaching fest etabliert und hilft den Therapieerfolg nachhaltig zu sichern. Wir arbeiten eng zusammen mit der Initiative „Besser-Atmen-in-München e.V“. -> Zur Webseite

Intensivpatienten mit ARDS / ALI / akutem Lungenversagen

Zu unserem breiten Behandlungsspektrum gehört die Behandlung von Patienten mit akutem Lungenversagen (ALI / ARDS).

Das akute Lungenversagen ist gekennzeichnet durch eine unterschiedlich schwer ausgeprägte akute oxygenatorische Insuffizienz, in manchen Fällen kann es bedingt durch ein VentilationsPerfusions-Missverhältnis zusätzlich zur Oxygenierungsstörung zum hyperkapnischen (CO2- Retention) Lungenversagen kommen.

Zu den häufigsten Ursachen eines ARDS gehören die schwere Pneumonie und die schwere Sepsis. Aber auch andere Erkrankungen wie z.B. Polytrauma, Pankreatitis, Beinahe-Ertrinken, toxische Schädigung, etc. können zum akuten Lungenversagen führen.

Typische intensivmedizinische Erkrankungen, die zu einer Ventilationsinsuffizienz mit vorwiegend hyperkapnischer Gasaustauschstörung führen, sind Erkrankungen mit Atemfluss-Limitierung, wie z.B. akute Exazerbation der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). Hier wird primär die Behandlung durch nicht-invasive Beatmung angestrebt.

Bei schweren Verlaufsformen des ARDS entsprechend der aktuell gültigen Berlin-Definition ist eine invasive Beatmung in der Regel unumgänglich, in der Regel als sog. BiPAP-Beatmung mit hohem PEEP. Alternativ kommt phasenweise zur Senkung des Spitzendrucks auch die sogenannte APRV-Beatmung (airway pressure release ventilation) zum Einsatz.

Neben protektiven Beatmungsstrategien unter Berücksichtigung der sog. ARDS-Network-Kriterien zur Reduktion der physikalischen und mechanischen Belastung der erkrankten (und auch gesunden) Lungenanteile kommen bei uns im Einzelfall zusätzlich die gängigen Lagerungstherapien (kinetische Therapie, intermittierende Bauchlagerung) zum Einsatz.

Neben einer ausreichenden Oxygenierung und Ventilation ist es unser besonderes Ziel, die durch die Beatmungstherapie bedingte mechanische Schädigung der Lungen (VALI, ventilator associated lung injury) möglichst gering zu halten.

Patienten mit schwerster Lungenschädigung mit refraktärer oxygenatorischer und/oder ventilatorischer Insuffizienz können bei uns zusätzlich zur konventionellen Beatmung in ausgewählten Fällen mit folgenden extrakorporalen Lungenersatzverfahren therapiert werden.

Bei schwerem katecholaminrefraktärem Herzkreislaufversagen (z.B. kardiogenem Schock im Rahmen eines akuten Myokardinfarktes) können wir im Einzelfall das genannte Cardiohelp-System der Firma Maquet® auch als VA-ECMO als Kreislaufunterstützungssystem ein oder als VAV-ECMO im Sinne eines Hybridverfahrens bei kombiniertem schwerem Herzkreislauf- und Lungenversagen einsetzen.

Die Indikationen zum Einsatz eines der oben genannten Verfahren werden bei uns von erfahrenen Intensivmedizinern individuell unter sorgfältiger, interdisziplinärer Abwägung von Nutzen und Risiko gestellt.

Für Fragen der Therapieoptimierung und/oder Übernahme eines Patienten mit ARDS stehen wir Ihnen rund um die Uhr zur Verfügung.

  • iLA / PECLA (Interventional lung assist; pumpless extracorporal lung assist): vorwiegende CO2-Elimination über ein pumpenloses arteriovenöses System (Firma Novalung® ), bei dem - nach arterieller und venöser Kanülierung über spezielle Novaport® -Kanülen - die CO2-Entfernung über ein Gasaustauschermodul mit sehr geringem Widerstand erfolgt. Einsatz überwiegend bei hyperkapnischer Ventilationsstörung (z.B. akut exacerbierte COPD) oder ergänzend zur konventionellen Beatmung zur Gewährleistung lungenprotektiver Beatmungsstrategien über die permissive Hyperkapnie hinaus (Reduktion von Atemwegsdrücken und Tidalvolumina).
    Neu ist der zunehmende Einsatz zur Intubationsvermeidung bei AECOPD.
  • Low-Flow-ECCO2R (Niedrig-Fluss extrakorporale CO2-Elimination): Pumpenbetriebene überwiegende CO2-Elimination (aber auch Oxygenation bis zu einem Blutfluss von 2 l/min) über oben erwähntes Gasaustauschermodul nach Kanülierung einer groß- lumigen Vene mit einem Doppel-Lumen-Katheter (überwiegend jugulär, aber auch femoral). Einsatz bei überwiegender hyperkapnischer Ventilationsstörung/Vermeidung einer Intubation bei z.B. AECOPD. Vorteil: rasche Mobilisation möglich. Durchführung mit dem iLA-activve-System der Firma Novalung® oder mit dem PALP-System (pump assisted lung protection) der Firma Maquet®.
  • VV-ECMO (veno-venöse Extrakorporale Membranoxygenierung): Klassische pumpenbetriebene extrakorporale Membranoxygenierung zur Gewährleistung einer ausreichenden Oxygenierung auch bei schwerstem ARDS (Blutflussraten von 4-5 l/min). Nach Kanülierung zweier großlumiger Venen (meist rechte Jugularvene und Femoralvene) erfolgt der veno-venöse Anschluss an die Gasaustauschermembran. Die Regulierung des Blutflusses entsprechend der Schwere der oxygenatorischen Insuffizienz, die CO2-Elimination über den regulierbaren Gasfluss. Einsatz bei schwerem Lungenversagen, der mit konventionellen Beatmungsstrategien nicht mehr zu beherrschen ist. Bei uns kommen miniaturisierte Systeme der Firma Novalung® (Gerät iLA activve) und der Firma Maquet® (Gerät Cardiohelp) zum Einsatz.
  • HFOV (Hochfrequenz-Oszillations-Beatmung): Die HFOV ist eine maximal lungenprotektive Beatmungsform mit Reduktion von Volu- und Atelektrauma, bei der ein hoher kontinuierlicher alveolärer Distensionsdruck (ähnlich der CPAP-Beatmung) mit Hilfe eines hohen Gasflusses im Beatmungssystem (nicht zum Patienten) aufgebaut wird und bei der ein in das System integrierter Oszillator (Lautsprecher oder Kolben) den Gasfluss in oszillierende Schwingungen versetzt mit einer Frequenz von typischerweise 5–15 Hertz (bis zu 900 „Atemzüge“ pro Minute). Die Ventilation beruht bei der HFOV nicht auf der Bewegung von Gasvolumina durch die Luftwege, sondern vielmehr auf der kontinuierlichen Durchmischung der Atemgase auf jeder Ebene im Atemwegssystem. Einsatz im Einzelfall beim schweren ARDS, schwerem capillary leakage der Lunge, bei adipö- sen Patienten mit ausgedehnten Atelektasen entsprechend der aktuellen wissenschaftlichen Datenlage. Zum Einsatz kommt bei uns das Gerät HFOV SensorMedics 3100 B (in Zusammenarbeit mit der Firma CareFusion® )

Spezialgebiete der Pneumologie, Gastroenterologie, Intensiv- & Beatmungsmedizin

Alle Erkrankungen von Lunge und Atemwegen, spezielle Funktionsdiagnostik bei schlafbezogenen Störungen und eine kardio-pulmonale Leistungsdiagnostik

Zum Schwerpunkt Pneumologie in München Harlaching

Hilfe bei Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, der Leber, der Gallengänge und der Bauchspeicheldrüse. Große Expertise auf dem Gebiet der Ultraschalldiagnostik

Gastroenterologie in München Harlaching

Notfälle in spezialisierten Händen - Hochmoderne Intensivbehandlung bei schwerer Sepsis / septischem Schock im Rahmen schwerer Infektionen und für Patienten mit Multiorganversagen.

Itensivstation in München Harlaching

Zug für Zug zurück zur selbstständigen Atmung - Ziel der Spezialeinheit mit 6 Betten ist es, beatmete Patienten von der künstlichen Beatmung wegzukommen.

Intensivstation München Harlaching

Unsere Abteilung: Leistungen, Mitarbeiter und Kontakte

Mit über hundertjähriger Tradition behandeln wir Störungen von Lunge, Magen-Darm, Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse.

Pneumologie, Gastroenterologie in München Harlaching

Expertise für Lunge, Magen-Darm, Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse - Unsere modernen Untersuchungsmethoden ermöglichen eine exakte Diagnose und genau darauf abgestimmte Therapie

Pneumologie, Gastroenterologie in Harlaching

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