Neurologische Tagesklinik. TIA-Klinik.

In der Tagesklinik werden Leistungen erbracht, die eine stationäre Behandlung überflüssig machen.

Der Vorteil der Tagesklinik: Abends sind unsere Patienten wieder zu Hause

Typische Gründe für die Einweisung in die Tagesklinik sind

  • der Verdacht auf Vorstadien eines Schlaganfalls, eine "transitorische ischämische Attacke"
  • periphere Nervenerkrankungen, wie das Carpaltunnelsyndrom
  • der "Kortisonstoß" bei einer Multiplen Sklerose
  • neu aufgetretener Schwindel
  • Kopfschmerzen

Leistungsspektrum im Überblick

Wir bieten alle neurologischen Untersuchungen an, u.a. 
Elektronystagmografie
Computertomografie und Kernspintomografie
Emboliemonitoring
Foramen-ovale Diagnostik
Schlafentzugs-EEG
orthoptische Untersuchung

Kontakt zur Neurologischen Tagesklinik

Eine Einweisung durch den Hausarzt oder niedergelassenen Neurologen ist notwendig.

Telefon: (089) 6210-2199 

Schwerpunkt TIA-Klinik

Transitorische ischämische Attacke (TIA). Ein Warnsignal mit unbedingtem Klärungsbedarf

Plötzlich hängt eine Gesichtshälfte herab und fühlt sich ganz pelzig an. Oder man sieht auf einem Auge verschwommen, dann einige Minuten nur noch ein schwarzes Nichts.

Manche Patienten berichten auch davon, dass sie plötzlich keinen vollständigen Satz mehr sprechen konnten, ihnen Wörter partout nicht einfielen. Nach wenigen Minuten war der Spuk allerdings vorbei.

Von "transitorischen ischämischen Attacken" sprechen Mediziner, wenn Schlaganfall-Symptome weniger als 24 Stunden anhalten und dann von selbst vergehen.

Die Betroffenen sollten sich - auch wenn diese Vorfälle nur kurz waren und sie danach keinerlei Einschränkungen verspüren - unbedingt in medizinische Behandlung begeben. Eine transitorische ischämische Attacke ist ein neurologischer Notfall!

Bis zu 20 Prozent der Betroffenen erleiden in den ersten 14 Tagen nach einer TIA einen Schlaganfall. Die Hälfte der Schlaganfallpatienten hatten wenige Tage vor dem Schlaganfall eine oder mehrere TIAs.

Alle Patientinnen und Patienten mit einer transienten, d.h. innerhalb von 1 Stunde vollständig verschwundenen, neurologischen Symptomatik können in der TIA Klinik untersucht werden.

Alle Patientinnen und Patienten mit persistierenden neurologischen Problemen oder einem hohen Risikoscore, z.B. bei hochgradiger Verengung der Halsschlagader, leiten wir an unsere Stroke Unit zur Schlaganfalltherapie weiter.

Rasche teilstationäre Diagnostik und Behandlung

In der Neurologischen Tagesklinik/TIA-Klinik unseres Klinikums bieten wir Patienten mit einer transienten, also vorübergehenden, neurologischen Symptomatik eine rasche teilstationäre Diagnostik und Behandlung an. 

Wir können mit geeigneten Diagnoseverfahren nach der Ursache forschen und, wenn nötig, sofort mit einer Therapie beginnen. Nicht immer liegen den beschriebenen Symptomen jedoch transitorische ischämische Attacken zugrunde.

Es gibt zahlreiche Erkrankungen, die einer TIA ähneln können. Beispiele sind die Migräne mit Aura, die fokale Epilepsie, Bewusstseinsausfälle (Synkopen), die oft mit Herzerkrankungen einhergehen, oder Erkrankungen des Auges.

Die oftmals schwierige neurologische differenzierende Abgrenzung ist die Aufgabe unserer Neurologischen Tagesklinik / TIA-Klinik.

Ziel der Therapie ist es, eine an das individuelle Risiko angepasste Sekundärprophylaxe einzuleiten, am besten noch am Tag der TIA.

Die meisten Patienten können am selben Tag nach Hause entlassen werden.

TIA-Symptome im Überblick

Die wichtigsten TIA-Symptome sind eine vorübergehende (transiente)

  • halbseitige Lähmung
  • halbseitige Gefühlsstörung (Arm, Bein, Gesicht)
  • Sprachstörung (Aphasie, Dysarthrie)
  • Sehstörung (Gesichtsfeldausfall, Amaurosis fugax)
  • Hirnstammsymptomatik (z.B. Schwindel und weitere Fokalneurologie, Hirnnervenausfall)

Schwerpunkt TIA-Klinik.

Diagnostik bei Verdacht auf eine TIA

Zerebrale Bildgebung (MRT, CCT)

  • Die diffusionsgewichtete MRT ist am besten geeignet, um frische kleine Durchblutungsstörungen nachzuweisen. Sie sind bei TIA-Patienten in bis zu 40% vorhanden.
  • Die MR-Angiographie dient dem Nachweis intrakranieller Gefäß- stenosen. Diese Stenosen verdreifachen das Schlaganfallrisiko.

Doppler- und Duplexsonographie   

  • Mit Hilfe der farbkodierten Duplexsonographie werden Stenosen und Verschlüsse der Halsschlagadern diagnostiziert.
  • Beim PFO-Screening wird nach Gabe eines Ultraschall-Kontrastmittels mit der transkraniellen Dopplersonographie nach einem offenen Foramen ovale gesucht.

Weitere Untersuchungen

  • EKG, Labor, Risikostratifizierung mit ABCD2 Score, Essen Stroke Risk Score (ESRS) und Knöchel-Arm-Index (ABI)   

TIA - Notfallnummer, Anmeldung

Telefon
(089) 6210-5888

Erreichbarkeit
Mo - Do 8:00 - 15:00 Uhr
Fr 8:00 - 13:00 Uhr

Zu allen anderen Zeiten setzen Sie sich bitte mit dem diensthabenden Neurologen in der Notaufnahme in Verbindung, Telefon (089) 6210-3353 oder 6210-36-2460. Außerdem können Sie sich jederzeit an den Rettungsdienst wenden, über Telefon 112.

Einweisung
Wir benötigen eine Einweisung zur teilstationären Behandlung (kann im Notfall nachgereicht werden).

Terminvergabe
Wir versuchen, bei Anmeldung bis mittags den Termin am selben Tag zu ermöglichen, bei Anmeldung nachmittags am nächsten Werktag.  

Vorgestellt: Medizin, Mitarbeiter, Kontakte der Klinik für Neurologie