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Klinikum Harlaching

Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
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(089) 6210-2896

Traumafolgestörungen. Zurück zur Stabilität im Alltag

Nach traumatischen Erfahrungen, die mit großer Angst, massiver Bedrohung oder gar schlimmen Verletzungen einhergingen, fühlen sich viele Menschen auch Monate und Jahre danach noch schwer belastet. Wenn nachhaltige Probleme mit starken seelischen und körperlichen Beeinträchtigungen auftreten, spricht man von einer Posttraumatischen Belastungsstörung.

So schlimm diese Erinnerungsattacken für die Betroffenen oft sind, so wenig Verständnis finden sie dafür in ihrer Umwelt. Doch ohne professionelle Hilfe geraten sie in einen Kreislauf aus emotionaler Taubheit, Schlafstörungen, sozialer Abschottung und schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen.

Bewältigungsstrategien, die auf eigenen Stärken basieren

In unserer großen Münchner Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie unter Leitung von Prof. Dr. Dr. Dorothea Huber behandeln wir Traumafolgestörungen nach sehr individuellen Mustern: Die Therapien richten sich nach den momentan im Vordergrund stehenden Beschwerden.

Wir unterstützen unsere Patienten dabei, sich auf ihre eigenen Fähigkeiten und Stärken zu besinnen und diese Ressourcen zu aktivieren.

Imaginationsverfahren, Achtsamkeitsübungen und Fertigkeitentraining, auch Skills-Training genannt, helfen den Patienten ihre eigenen sehr persönlichen Bewältigungsstrategien zu entwickeln.

Psychotherapie sowohl als Einzeltherapie als auch in speziellen Gruppen

Die Therapie verläuft in mehreren Phasen: Anfangs geht es vor allem um eine vertrauensvolle Beziehung zu dem Therapeuten, der die psychotherapeutischen Einzelgespräche führt. Zudem soll der Patient wieder zu einem fürsorglichen Umgang mit sich selbst finden und selbstschädigendes Verhalten abbauen.

Sobald eine ausreichende Stabilität erreicht ist, wird das Trauma mithilfe von Konfrontationstechniken bearbeitet.

In speziellen Gruppen mit anderen Trauma-Patienten, beispielsweise in der Imaginationsgruppe, hilft der Austausch mit anderen Betroffenen Themen wie Schuldzuweisungen an die eigene Person, Gefühle von Scham oder Ekel und selbstabwertende Gedanken zu bearbeiten. In der Gruppe der Mitpatienten kann es erleichternd sein, andere Sichtweisen zu erfahren.

Wen wir behandeln

Wir behandeln Menschen, die unter den psychischen Folgen von einmaligen (Typ-I-Trauma) oder länger andauernden, wiederholten Traumatisierungen (Typ-II-Trauma) leiden. Dazu gehören:

  • Andrängende Nachhall-Erinnerungen (Intrusionen)
  • Emotionale Taubheit
  • Vermeidungsverhalten
  • Gedächtnisstörungen
  • Interessenverminderung
  • Entfremdungsgefühle
  • Ein- und Durchschlafstörungen
  • Erhöhte Schreckhaftigkeit
  • Dissoziative Störungen
  • Psychogene Körperstörungen
  • Allgemeiner Sinnverlust

Wir begleiten traumatisierte Menschen zurück zu Stabilität im Alltag

Spezielle therapeutische Methoden, wie EMDR

Wir unterstützen unsere Patienten, die eine ausreichende innere und äußere Stabilität erreicht haben, durch besondere Therapiemethoden, damit sie ihre spezifische traumatische Situation bearbeiten und bewältigen können.

Die Methoden, die wir anwenden sind z. B. das EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing - mehr Informationen), die Bildschirmtechnik oder das IRRT (Imagery Rescripting and Reprocessing Therapy).

Pflegerische Bezugsperson für den gesamten Klinikaufenthalt

Die Therapiesitzungen wühlen in den Betroffenen viele Themen auf, die sie dann oft nicht loslassen, manchmal gar zu Krisen führen.

In diesen Momenten steht ihnen eine Bezugspflegekraft zur Seite, die sowohl regelmäßige Bezugsgespräche durchführt als auch täglich einen kurzen Kontakt zu „ihren“ Patienten sucht.

Die Bezugspflegekräfte stabilisieren die therapeutische Arbeit und ermutigen die Patienten, ihre eigenen Ressourcen zu mobilisieren, um die Trauma-Folgen zu verarbeiten.

Regelmäßiger Austausch und festgelegte Therapie-Standards

Der Behandlung von Traumafolgestörungen liegen klar definierte, bewährte Therapie-Konzepte zugrunde. Wir überprüfen unsere Therapie-Erfolge und verfeinern unsere Konzepte fortlaufend auf dieser Basis.

Regelmäßig treffen sich die an der Therapie beteiligten Mitarbeiter in Teamsitzungen und tauschen ihre fachlichen Überlegungen über die Therapie-Fortschritte jedes einzelnen Patienten aus.

Alle Therapie-Schritte erfolgen eng abgestimmt zwischen den beteiligten Berufsgruppen. Interne und externe Supervision der Mitarbeiter gewährleisten ein Höchstmaß an Qualität unserer therapeutischen Arbeit.

Mit ergänzenden Therapieangeboten eine positive Entwicklung fördern

Wir ergänzen die Behandlung durch eine Vielzahl von weiteren Therapie-Angeboten, die wie beispielsweise die Kunsttherapie auf einem anderen Weg Gefühle ans Tageslicht holen oder aber wichtige Verhaltensweisen einüben – wie beispielsweise die Entspannungsgruppe.

Unser therapeutisches Angebot umfasst die weiteren Bausteine:

  • Psychoedukationsgruppe
  • Ressourcengruppe
  • Thai Chi
  • Kunsttherapie
  • Konzentrative Bewegungstherapie
  • Sport- und Bewegungstherapie
  • Wassergymnastik
  • Physiotherapie / therapeutisches Klettern
  • Entspannungsverfahren
  • Training der sozialen Kompetenz
  • Musikgruppe

Kompetente individuelle Beratung zur beruflichen und sozialen Situation

Unsere Sozialpädagogen kennen sich bestens im Wirrwarr der vielen Hilfsangebote von Behörden und Einrichtungen aus. Gemeinsam mit den Patienten suchen sie nach einer für ihn passenden Lösung aus beruflichen Problemen oder sozialen Schwierigkeiten.

Die Sozialpädagogen geben wertvolle Tipps, z.B. ob und welche Unterstützungsleistungen möglich bzw. sinnvoll sind und unterstützen bei der Antragstellung.

Wartezeit & Infogruppe

Aufgrund der großen Nachfrage nach Therapie-Plätzen zur Behandlung von Traumafolgestörungen beträgt die Wartezeit etwa neun bis 15 Monate.

Eine wöchentlich stattfindende Infogruppe in unserer Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie erleichtert die unverbindliche Kontaktaufnahme – und erläutert die Wege zu therapeutischer Hilfe.
Termin: Mittwochs von 10.15 bis 11.00 Uhr (keine Anmeldung)
Ort: Klinikum Harlaching, Haus A1, Erdgeschoss, Seminarraum E 36. 

Rückmeldungen unserer Patienten bestärken uns in unserer Arbeit

Wer seelisch erkrankte Menschen behandelt, braucht nicht nur gute Therapie-Konzepte, sondern auch Empathie, Einfühlungsvermögen und Toleranz.

Dass uns unsere Patienten in ihren Rückmeldungen vermitteln, dass sie sich bei uns „gut aufgehoben“ fühlten und den Eindruck kundtun: „Dort macht niemand einfach nur seinen Job, das Engagement des gesamten Teams geht weit darüber hinaus“, bestärkt uns in unserer Arbeit.

Weitere Rückmeldungen unserer Patienten finden Sie hier auf der unabhängigen Internet-Plattform klinikbewertungen.de > Klinikum Harlaching > Psychosomatik -> Zur Webseite

Infoblatt Traumatherapie