Vorgestellt: unsere therapeutischen Schwerpunkte

Unsere Therapeuten und Therapeutinnen behandeln ihre Patientinnen und Patienten im gesamten Klinikum. Wir erstellen individuelle Therapiekonzepte und beraten die Patienten bei der Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln. Dazu kommt die Anleitung zu Eigenübungs­programmen. Für bestimmte Krankheitsbilder können Behandlungen in der Gruppe sinnvoll sein und daher verordnet werden.

Physiotherapie (Krankengymnastik) - Bewegungsfähigkeit wiederherstellen

Physiotherapie („physis“ (griech.) “Natur“) umfasst Behandlungs- und Rehabilitationsmaßnahmen, die es sich zum Ziel setzen, die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des Körpers auf natürliche Weise zu erhalten oder wiederherzustellen.

Wir helfen Ihnen mit Schulung der Körperfunktionen, Kräftigung der Muskulatur, Harmonisierung der Bewegungsabläufe, Schmerzlinderung und entspannenden Maßnahmen.

Die Physiotherapie gibt dem Menschen Hilfe zur Selbsthilfe, um damit den Heilungsprozess aktiv und selbstständig zu unterstützen, fortzuführen oder erneuten Problemen vorzubeugen. 

Einsatzbereiche stationär - jeweils über die Fachklinik

  • Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie  (Traumatologie / Viszeralchirurgie)
  • Neurologie mit neurologischer Intensivstation und Allgemeinstation, Neurologischer Frührehabilitation und Stroke Unit
  • Innere Medizin mit Kardiologie, Nephrologie, Gastroenterologie, Pulmologie, Onkologie
  • Pädiatrie mit Allgemeinstation, Neonatologie und Intensivstation
  • Gynäkologie und Geburtshilfe
  • Urologie
  • Psychosomatische Medizin für Kinder und Erwachsene
  • Alle Intensivstationen, inkl. Weaning-Station
  • Interdisziplinäre Tagesklinik für Schmerzdiagnostik und Schmerztherapie

Einsatzbereiche ambulant - wenden Sie sich im Bedarfsfall gerne auch direkt an unser Sekretariat

  • Berufsgenossenschaft (BG)
  • Ambulanz für PrivatpatientInnen, SelbstzahlerInnen und gesetzlich versicherte PatientInnen mit Kostenerstattung

Unsere Aufgaben und Ziele der Physiotherapie

  • Schmerzlinderung
  • Beseitigung oder Verminderung von Funktionsstörungen, Verbesserung der  Beweglichkeit und Koordination
  • Regulation der Muskelspannung, muskuläre Kräftigung und  Muskelaufbau
  • Verbesserung der körperlichen Belastbarkeit, Anregung des Herz-Kreislaufsystems und der Atmung
  • Sensomotorikschulung über Optimierung des Zusammenspiels von Sinneswahrnehmungen, Gleichgewicht und Bewegung
  • Verbesserung der Körperwahrnehmung
  • aktive Unterstützung bei der Wiedererlangung und Verbesserung der Koordination von Bewegungsabläufen (z.B. nach einem Schlaganfall)
  • Erlernen von Kompensationsstrategien und des Umgangs mit Funktionsausfällen
  • Verbesserung der Lebensqualität und Erhalt der Selbstständigkeit im Berufsleben und im Alltag
  • Begleitende Therapie bei Langzeitpatienten (z.B. Chemotherapie)
  • Training von Alltagsfunktionen (z.B. Transfers, Treppensteigen,…)
  • Harmonisierung von Bewegungsabläufen und der Feinmotorik
  • Versorgung mit Hilfsmitteln und Hilfsfunktionen

Physiotherapie - Verfahren, Behandlungen

Ergotherapie - wieder Handlungsfähigkeit im Alltagsleben erlangen

Die Berufsbezeichnung kommt aus dem Griechischen "ergon" und bedeutet Handlung, Aktivität. Ergotherapie hat zum Ziel, Menschen dabei zu unterstützen, eine durch Krankheit, Verletzung oder Behinderung verloren gegangene Handlungsfähigkeit im Alltagsleben wieder zu erlangen.

Dabei geht es nicht nur um die mechanische Wiederherstellung körperlicher, geistiger oder psychischer Funktionen, sondern auch um die bestmögliche Wiederaufnahme der verschiedenen Rollen und Aufgaben der Betroffenen in deren Leben. Ziel ist das Erreichen größtmöglicher Selbstständigkeit und Unabhängigkeit im Alltags- und Berufsleben.  

Einsatzbereiche: stationär und ambulant

  • Neurologie mit neurologischer Intensivstation und Allgemeinstation, Neurologischer Frührehabilitation und Stroke Unit
  • Handchirurgie
  • Pädiatrie mit Allgemeinstation, Neonatologie und Intensivstation
  • Schmerztherapie
  • Assistive begleitende Tumorbehandlung

Die Aufgaben der Ergotherapie

  • Hemmung und Abbau pathologischer Haltungs- und Bewegungsmuster und Bahnung sogenannter normaler (physiologischer) Bewegungen
  • Verbesserung von Grob- und Feinmotorik zur Stabilisierung sensomotorischer und Wahrnehmungsfunktionen einschließlich der Verbesserung von Gleichgewichtsfunktionen
  • Koordination, Umsetzung und Integration von Sinneswahrnehmungen
  • Training von Alltagsaktivitäten im Hinblick auf die persönliche, häusliche und berufliche Selbständigkeit
  • Erlernen von Kompensationsmechanismen und des Umgangs mit Funktionsausfällen
  • Beratung bzgl. geeigneter Hilfsmittel und deren Erprobung, evtl. Beratung und Anleitung von Angehörigen
  • Verbesserung von neuropsychologischen Defiziten und Einschränkungen der kognitiven Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Konzentration, Merkfähigkeit, Gedächtnis oder Lese-Sinn-Verständnis, das Nachvollziehen von Teilschritten einer Handlung, das Erkennen von Gegenständen oder das Erfassen von Räumen, Zeit und Personen
  • Entwicklung und Verbesserung der sozio-emotionalen Fähigkeiten u. a. in den Bereichen der emotionalen Steuerung, der Affekte oder der Kommunikation 

Therapieverfahren, Behandlungen (Auswahl)

Physikalische Therapie - von der Einzel- bis zur Komplextherapie

Unter dem Begriff  „Physikalische Therapie“  werden unterschiedliche Therapiemethoden der Physikalischen Medizin zusammengefasst. Dazu gehören verschiedene Massageformen, Wärme- und Kältetherapie, Hydro- (Wasser-) und Elektrotherapie sowie und Ultraschall.

Die Physikalische Therapie ist meist Teil eines umfassenden Behandlungsplans in Kombination mit Physio- und Ergotherapie. 

Einsatzbereiche stationär:

  • Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie (Traumatologie / Viszeralchirurgie)
  • Neurologie mit neurologischer Intensivstation und Allgemeinstation, Neurologischer Frührehabilitation und Stroke Unit
  • Innere Medizin mit Kardiologie, Nephrologie, Pulmologie, Onkologie
  • Pädiatrie
  • Gynäkologie
  • Urologie
  • Psychosomatische Medizin für Kinder und Erwachsene
  • Palliativstation
  • Interdisziplinäre Tagesklinik für Schmerzdiagnostik und Schmerztherapie 

Einsatzbereiche  ambulant:

  • Berufsgenossenschaft (BG)
  • Ambulanz für PrivatpatientInnen, SelbstzahlerInnen und gesetzlich versicherte PatientInnen mit Kostenerstattung 

Therapieverfahren, Behandlungen (Auswahl)

  • Massage (Muskelmassage, Tiefe Quermassage, Periostmassage, Manipulativmassage nach Terrier, Bindegewebsmassage, Narbenbehandlung, Unterwasserdruckstrahlmassage)
  • Hydrotherapie (Bewegungsbad mit und ohne Physiotherapie, Tauchbad, Kohlensäurebad)
  • Wärmezuführende Anwendungen (Peloide, Infrarot, Heiße Rolle, Ultraschall)
  • Wärmeentziehende Anwendungen (Eis, Milde Kälte)
  • Elektrotherapie (Gleichstromtherapie (Galvanisation), Zwei- oder Vierzellenbad, Hydrogalvanisches Vollbad (sog. Stangerbad), diadynamische Niederfrequenz, TENS (transkutane elektrische Nervenstimulation), Iontophorese)
  • Manuelle Lymphdrainage
  • Biofeedback (Myofeedback)
  • Harn- und Stuhlinkontinenzbehandlung

Aufgaben und Ziele

Je nach Therapieform können unterschiedliche Wirkungen im Vordergrund stehen: Mechanische, biochemische oder nervale Wirkungen.

  • Regulation der Muskelspannung und Lösung von muskulären Verhärtungen
  • Anregung des Muskelstoffwechsels
  • Schmerzdämpfung
  • Reflektorische Wirkungen, u.a. auf das vegetative Nervensystem
  • Flüssigkeitsabtransport aus dem Gewebe (Ödemreduktion)
  • Verbesserung der Sensibilität und der Körperwahrnehmung

In den Räumlichkeiten des Klinikum Harlaching befindet sich ein großes Bewegungsbad der Größe 10 m x 4 m mit der Tiefe von 1,05 m bis 1,35 m mit der Wassertemperatur von 35°C. In diesem Bad werden unterschiedliche Behandlungen in Gruppen durchgeführt.

In einem kleineren Bewegungsbad der Größe 2,60m x2,40m mit höhenverstellbarem Boden (0m bis 1,65m) mit der Wassertemperatur von 35°C werden Einzelbehandlungen durchgeführt.

Besonderes Angebot: Babyschwimmen

Babyschwimmen dient der Förderung der Gesundheit. Durch Ausnutzung der Wassereigenschaften wird die Muskulatur gekräftigt, die Atmung verbessert und das Schlafverhalten gefördert.

Babyschwimmen in München Harlaching