Icon Notfall
Notfall

Klinikum Harlaching

Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie, Hand- & Wiederherstellungschirurgie
Ihr Kontakt zur orthopädischen Klinik

(089) 6210-2304

Künstlicher Gelenkersatz. Zurück ins aktive Leben

Wer unter Gelenk-Arthrose leidet, weiß was Schmerzen sind. Oftmals jahrelang haben die Patienten ihre Schritte und Bewegungen als peinvoll erlebt, haben auf vieles verzichtet und ihren Radius immer weiter eingeschränkt. Schmerzmittel halfen nur bedingt, die physiotherapeutischen Übungen mobilisierten anfangs zwar recht gut, mittlerweile bringen sie jedoch keine dauerhafte Entlastung mehr. Hinzu kommt: Inzwischen schmerzt nicht nur das betroffene Gelenk, sondern auch der Rücken und benachbarte Gelenke.

Mit minimal-invasive Operationen können wir die Knochen möglichst schonen

Nach längerer Leidensphase taucht der Gedanke an ein künstliches Gelenk als Lösung aus dem Dilemma bei unseren Patienten erfahrungsgemäß dann immer häufiger auf. Verbund mit der berechtigten Hoffnung, dass sich mit einem Ersatzgelenk in vielen Fällen irreparable Folgeschäden vermeiden lassen.

Vor allem bei den großen Gelenken Hüfte, Knie und Schulter gehören Gelenkersatz-Operationen inzwischen zum bewährten Standard.

In unserer Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie, Hand- und Wiederherstellungschirurgie unter der Leitung von Prof. Dr. Georg Gradl stellt die Gelenkersatz-Chirurgie, auch Endoprothetik genannt, einen großen Schwerpunkt dar. 

Bei einer Gelenkersatz-Operation werden nur die durch Verschleiß geschädigten Gelenkteile entfernt und durch Endoprothesen ersetzt.

Wir operieren Endoprothesen der Hüfte (Hüft-TEP), der Knie (Knie-TEP), der Schulter, des oberen Sprunggelenks und auch des Ellbogens. 

Der richtige Zeitpunkt für das neue Gelenk

Viele Patienten, die unter Arthrose der Hüfte, der Knie oder der Schulter leiden, fürchten, dass das künstliche Gelenk sich lockern oder verschleißen könnte, und schieben daher die Operation möglichst lange hinaus.

Der Einsatz von Kunstgelenken ist oftmals sinnvoller, bevor das Gelenk völlig verschlissen ist, weil dann noch ausreichend dichter Knochen vorhanden ist, um die Endoprothese zu verankern. Wissenschaftliche Studien haben dies vielfach erwiesen.

Und wenn Beweglichkeit komplett verloren gegangen ist, lässt sie sich nach einer Endoprothesen-Operation nur schwer und mühsam wieder erreichen.

Auch kann man durch eine - nicht allzu weit - herausgeschobene Kunstgelenk-Operation vermeiden, dass Bänder instabil werden, Muskeln verkümmern und Fehlbelastungen die Wirbelsäule schädigen.

Nach schwierigen Frakturen: Ersatzgelenke erhalten die Funktion

Nach schwierigen Knochenbrüchen, etwa des Oberschenkelhalses, des Oberarmkopfes oder der Schulterpfanne, kann die Beweglichkeit der Gelenke unter Umständen nur mittels Endoprothesen erhalten werden.

Eine typische Fraktur dieser Art ist die Oberschenkelhals-Fraktur. Hierbei kommt es häufig zu einem hüftgelenksnahen Knochenbruch meist als Folge eines Sturzes auf die Seite.

Aber auch Stürze oder Schläge auf die Schulter können Deformitäten der Schulter zur Folge haben, die einen Gelenkersatz erforderlich machen.

Individuell angepasste Implantate und Operationsverfahren

Je nachdem, wie weit fortgeschritten die Erkrankung ist, wählt man Teil- oder Vollprothesen. Unseren erfahrenen Experten steht inzwischen eine große Auswahl an verschiedenen Prothesen, auch Implantate genannt, aus unterschiedlichen, hochwertigen Materialien zur Verfügung.

Stets wird die für den individuellen Patienten beste und Knochen schonende Lösung gewählt, nach ausführlicher Erklärung und gemeinsam mit den Betroffenen.

Auch die Operationsmethoden wägen wir für jeden einzelnen Patienten ab, bevorzugen aber möglichst minimal-invasive Methoden, weil dabei die Verletzungen der umliegenden Muskulatur, der Blutverlust und die Schmerzen geringer ausfallen.

Wenn der Knochen rund um das zu ersetzende Gelenk nicht stabil genug erscheint, zementieren wir das Kunstgelenk in den aufnehmenden Knochen ein.

Exzellente Erfahrungen beim Austausch von Endoprothesen (Revisionen)

Kein – noch so modernes – Kunstgelenk hält so lange wie ein natürliches Gelenk.

Doch gehen die Experten inzwischen von einer Lebensdauer bis zu etwa 20 Jahren für ein heutzutage eingesetztes Kunstgelenk für Knie und Hüfte aus, falls die Patienten dieses Gelenk nicht, etwa durch Sportarten mit vielen heftigen Stößen, ungewöhnlich stark belasten.

Da mittlerweile jedoch viele Patienten ein hohes Alter erreichen und dabei erstaunlich fit bleiben, müssen Endoprothesen teilweise nochmals ausgetauscht werden.

Unser Klinikteam besitzt viel Erfahrung bei diesen so genannten Wechsel- oder Revisions-Operationen, die zweifelsohne hohe Anforderungen an die Operateure stellen.

Unser Anspruch an uns selbst: auch für alte Menschen gute Lösungen zu finden

Das Klinikteam sieht für sich sogar einen besonderen Schwerpunkt bei den Revisions-Operationen zum Austausch von Kunstgelenken.

„Wir stellen an uns selbst den Anspruch, auch alten Menschen ihre Gelenkfunktionen zu erhalten“, betont Chefarzt Prof. Dr. Georg Gradl.

Dass ältere Menschen nach Stürzen erstmalig oder gar im Austausch Ersatzgelenke benötigen, sei zwar eine medizinische Herausforderung, der sich sein Team aber stelle. Prof. Georg Gradl: „Alte Menschen sollen aufgrund eines Sturzes nicht komplett aus ihrer häuslichen Umgebung herausgerissen werden, sondern ihre Selbstständigkeit bewahren.“

Spektrum und Erfahrungshorizont - unser Know-How bleibt am Puls der Zeit

Den Ersatz von Hüft-, Knie-, Schulter- und Ellenbogengelenken gehört zu den Eingriffen, die in unserer Klinik routinemäßig mit großer Erfahrung durchgeführt werden.

Wir wenden modernste Operationstechniken an und achten bei den Kunstgelenken (TEP, Total-EndoProthese) auf hochwertige Materialien. Somit erlangen unsere Patienten innerhalb kurzer Zeit die Gehfähigkeit, Beweglichkeit und Schmerzfreiheit zurück.

Als akademisches Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität München ist unsere Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie stark in die medizinische Forschung sowie Aktivitäten zur Fort- und Weiterbildung eingebunden.

In unserer orthopädischen Klinik finden regelmäßig OP-Kurse statt und ebenso werden internationale Hospitationen für Chirurgen aus der ganzen Welt an unser Krankenhaus vermittelt - unter anderem von der renommierten Fachgesellschaft "AO- Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthesefragen".