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Klinikum Harlaching

Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie, Hand- & Wiederherstellungschirurgie
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(089) 6210-2304

Wirbelsäulen-Operationen. Zurück zur Beweglichkeit

Unsere Aufgabe: Funktion und Beweglichkeit erhalten bei Spinalkanalstenose, Bandscheiben-Schäden, Skoliose, Wirbelbruch, Tumore.

Wir therapieren starke Rückenschmerzen, sowohl ohne als auch mit Operation.

Rückenschmerzen schränken die Lebensqualität sehr ein. Viele geliebte Alltagsaktivitäten müssen zurückgeschraubt werden, der Radius engt sich mehr und mehr ein. Rückenschmerzen treffen Menschen jeden Alters. Als einen unserer Schwerpunkte sehen wir auch die Behandlung des alternden Menschen

In der Therapie können exakt dosierte und punktgenau platzierte Schmerz-Medikamente (durch Infiltration), gezielte Physiotherapie oder auch schmerzlindernde kleine Eingriffe den Teufelskreis von Schmerz und Untätigkeit oft durchbrechen. 

Wir haben uns auf die Behandlung von starken Rückenschmerzen, sowohl ohne OP als auch mit Operation, spezialisiert. Unsere erfahrenen - und wirtschaftlich unabhängig agierenden - Wirbelsäulen-Chirurgen greifen also keineswegs gleich zum Messer. 

Manchmal kann nur noch eine Operation Nerven und Rückenmark vor einem dauerhaften Schaden bewahren. Insbesondere empfehlen wir Operationen dann, wenn ...

  • ...wenn die Schmerzen unerträglich bleiben
  • ...wenn Taubheitsgefühle und Lähmungserscheinungen in Fingern, Händen und Beinen auftreten
  • ...wenn den Patienten eine plötzliche Inkontinenz widerfährt

Als bevorzugte Operationstechnik setzen wir minimal-invasive Methoden ein

Ob und wann die Bedingungen (Indikation) für eine OP erfüllt sind, ist eine individuelle Entscheidung, die der Arzt gemeinsam mit seiner Patientin, seinem Patienten trifft.

Den operativen Eingriff selbst planen und simulieren unsere Chirurgen und unsere Neurochirurgen dann gemeinsam anhand von vorliegenden Untersuchungsergebnissen der bildgebenden Verfahren (Röntgen, Computer-Tomogramm (CT) oder Kernspin-Aufnahmen).

Wenn möglich setzen wir in unserer Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie, Hand- und Wiederherstellungschirurgie minimal-invasive Operationstechniken (Schlüssellochtechnik) ein. Die Operation selbst führen wir mittels moderner 3D-Navigation und unter Sichtkontrolle durch.   

Mit der Schlüssellochtechnik erreichen wir die betroffene Region der Wirbelsäule mittels Schläuchen, durch die wir kleine Kameras und unsere Operations-Instrumente einführen. Dadurch vermeiden wir, die umgebenden Weichteile, Muskeln, Nerven und die Durchblutung zu schädigen. 

Die Patienten erleiden durch das minimal-invasive Verfahren weniger Schmerzen und können sich wieder schneller bewegen als nach einem konventionellen Eingriff.

Schmerzlinderung kann durch Infiltrations- und Verödungstechniken erreicht werden

Bei chronischen Schmerzproblemen können Katheter-Techniken Entlastung bringen: In Zusammenarbeit mit der Tagesklinik Schmerz und anderen Abteilungen führen wir so genannte Facetten-Infiltrationen durch. Die Facettengelenke sind die Gelenke zwischen den Wirbelkörpern. Bei deren Abnutzung wird eine sehr geringe Menge Kortison an die Gelenkkapsel oder in den circa einen Millimeter breiten Gelenkspalt gespritzt.

Bei bestimmten therapie-resistenten Schmerzen an der Wirbelsäule hat sich die so genannte Thermokoagulation bewährt, die Behandlung mit einer Hitzesonde: Eine mikrofeine Kanüle wird in örtlicher Betäubung und unter Röntgenkontrolle direkt an die betroffenen Schmerzpunkte geführt. Durch kurzes Erhitzen der Sonden-Spitze werden gezielt schmerzende Nervenfasern verödet.

Unmittelbar danach kann meist mit speziell abgestimmten Übungen begonnen werden, die Arbeits- und sogar Sportfähigkeit ist schnell wiederhergestellt.

Schwerpunkt Wirbelkanal-Verengungen: Stenosen beseitigen wir mikrochirurgisch.

Bei der schmerzhaften Spinalkanalstenose, wie Wirbelkanalverengungen im Fachjargon genannt werden, führen unsere Wirbelsäulen-Experten mikrochirurgische Operationen mit dem Mikroskop durch.

Damit können sie nur die genau notwendigen Bereiche des Knochens im Spinalkanal entfernen, doch bleiben Funktion und Stabilität der Wirbelsäule erhalten.

Schwerpunkt Bandscheiben-Operationen: vom Entfernen des Vorfalls hin zur Prothese

Wenn die Bandscheiben, die natürlichen Stoßdämpfer zwischen den Wirbelknochen, zu hohen Belastungen ausgesetzt waren, platzt möglicherweise ihre Hülle und sie fallen vor und drücken auf Nerven im Wirbelkanal.

Kommt es zu Ausfallerscheinungen wie einem Bandscheibenvorfall, entfernen wir den verursachenden Teil der Bandscheibe in der Regel im Rahmen eines minimal-invasiven Eingriffs.

Bandscheibenprobleme können jedoch auch so weit reichen, dass ein Ersatz durch eine künstliche Bandscheibe als letzte Lösung angeraten ist: Unser Team führt Bandscheiben-Prothesen-Operationen seit vielen Jahren durch.

Wir sind spezialisiert nicht nur auf Prothesen-Operationen im Lenden- und Brustwirbelbereich, sondern auch an der Halswirbelsäule, wo die Zugänge in vielen Fällen diffiziler sind.

Schwerpunkt Skoliose. Wir bieten konservative und operative Verfahren an

Wenn sich Bandscheiben und Wirbelgelenke im Alter stark abnutzen, dann kann daraus resultieren, dass sich der Rücken aufgrund dieser Verschleißerscheinungen zur Seite neigt. Wirbelsäulen-Experten sprechen dann von einer erworbenen oder degenerativen Skoliose.

Frauen leiden häufiger unter einer Wirbelsäulenverkrümmung, weil sie stärker von der Osteoporose, dem Knochenschwund, betroffen sind.

In der Regel empfehlen Experten bei der degenerativen Skoliose zunächst Schmerzmittel, intensive Physiotherapie und unter Umständen auch, Gewicht zu reduzieren.

Kommt es zu Wirbelkörperbrüchen, ist die Schmerzsituation für den Patienten meist unerträglich. Dann kommen zwei Operationsverfahren in Frage, die Erleichterung bringen: Bei der Vertebroplastie wird der Wirbelknochen mit Knochenzement unterstützt; bei der Kyphoplastie schafft ein Ballon im ersten Schritt einen Hohlraum, der im zweiten Schritt gezielt mit Knochenzement aufgefüllt wird.

Mit diesen minimal-invasiven Methoden wird in der Regel schnell Schmerzfreiheit erreicht, die Patienten sind bald wieder mobil. Auf diese Weise werden viele ungünstige Folgen dieser Erkrankung verhindert oder abgeschwächt.

Schwerpunkt Wirbelbruch und Tumoren: Komplettes Spektrum der OP-Techniken.

Sind Wirbelkörper aufgrund eines Unfalls schwer verletzt oder gar völlig zerstört, müssen diese Frakturen operiert werden.

Unser Know-how über die vielfältigen Operationstechniken und die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Unfall- und Neurochirurgen gewährleisten, dass langfristige Schäden vermieden oder zumindest begrenzt werden.

Auch Krebs-Metastasen und Tumoren, die an der Wirbelsäule auftreten, operieren unsere Experten-Teams mit sorgfältig gewählten, möglichst schonenden Verfahren.

Breites Spektrum, großer Erfahrungshorizont und Know-How am Puls der Zeit

Mehr als 600 stabilisierende Wirbelsäulen-Operationen führen wir alljährlich durch – hinzu kommt noch eine Vielzahl kleinerer Eingriffe.

Unser großes Unfallchirurgen-Team arbeitet dabei eng zusammen mit Neurochirurgen, aber auch mit Schmerzspezialisten und Onkologen.

Als akademisches Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität München ist unsere Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie stark in die medizinische Forschung sowie Aktivitäten zur Fort- und Weiterbildung eingebunden.

In unserer Klinik finden regelmäßig OP-Kurse statt; internationale Hospitationen für Chirurgen aus der ganzen Welt werden unter anderem von der renommierten Fachgesellschaft "AO- Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthesefragen" hierher vermittelt.