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Klinikum Neuperlach

Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Internistische Intensivmedizin
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(089) 6794-2351

Herzklappenerkrankungen

Für ausgeprägte Atemnot und Leistungsminderung ist nicht selten eine Herzklappenerkrankung verantwortlich zu machen. Ganz wesentlich ist es, einen Herzklappenfehler richtig zu erkennen und zu klären, wie ausgeprägt er sich auf die Leistungsfähigkeit unserer Patienten auswirkt. Hierzu führen wir eine sorgfältige Diagnostik mit Herzultraschall, Schluckecho (TEE) und 3D-Ultraschallanalysen durch.

Interventionelle Behandlung undichter oder verengter Herzklappen

Unsere Klinik ist darauf spezialisiert, Herzklappenfehler im Herzkatheterlabor ohne Operation schonend zu behandeln. Dies ist besonders bei Patienten von Vorteil, die aufgrund ihres Alters oder ihrer Begleiterkrankungen nur mit hohem Risiko operiert werden können. Für diese Patientengruppe stellen diese Verfahren eine lebensrettende Alternative dar.  

Lebensrettend und schonend: Das TAVI-Verfahren bei Aortenklappenstenose

Bei älteren Menschen findet sich häufig eine Verengung der Aortenklappe, die sogenannte Aortenklappenstenose, aufgrund einer starken Verkalkung. Patienten, die älter als 75 Jahre sind und unter schweren Begleiterkrankungen leiden, können heute dank des TAVI-Verfahrens (kathetergestützter Aortenklappenersatz) schonend behandelt werden.

Bei hochgradiger Einengung können die verkalkten Klappen ersetzt werden, indem über die Leistenschlagader eine neue Klappe bis zum Herzen vorgebracht und dort eingesetzt wird. Den Eingriff führen wir in enger Kooperation mit der  Herzchirurgie im Klinikum Bogenhausen durch.

Nicht-operative Behandlung bei Mitralklappeninsuffizienz

Ist die Ursache einer ausgeprägten Leistungsschwäche eine undichte Mitralklappe, bieten wir in unserer Klinik die kathetergestützte Mitralklappenrekonstruktion per Clip an. Von dieser Methode profitieren vor allem Patienten, für die eine offene Operation aufgrund einer ausgeprägten Herzschwäche oder anderer Begleiterkrankungen nicht in Frage kommt.

Dabei werden ein oder mehrere Clips über die Leistenvene zum Herzen vorgeführt und an beiden Segeln der Mitralklappe befestigt. Die Undichtigkeit der Mitralklappe kann so reduziert oder dauerhaft beseitigt werden. Schon kurze Zeit nach so einem schonenden Eingriff können unsere Patienten wieder das Bett verlassen. 

Nicht-operative Aufdehnung der Mitralklappenstenose

Bei einer Einengung der Mitralklappe (rheumatische Mitralstenose) wenden wir  ein Verfahren an, bei dem die Klappe mithilfe eines über die Leistenvene eingeführten Ballons aufgedehnt wird (Ballonvalvuloplastie). Eine Operation kann so in den meisten Fällen vermieden werden.

„Von der Mitralklappenrekonstruktion per Clip profitieren vor allem Patienten, für die eine offene Operation aufgrund einer ausgeprägten Herzschwäche oder anderer Begleiterkrankungen nicht in Frage kommt.“
Dr. Henning Strohm, Oberarzt

Nicht-operative Behandlung von Vorhofseptumdefekten (ASD, PFO)

Angeborene Kurzschlussverbindungen im Herzen, wie der Vorhofseptumdefekt, werden gelegentlich erst im Erwachsenenalter diagnostiziert.

In unserem Zentrum verschließen wir den Defekt ohne Vollnarkose und ohne größeren Hautschnitt durch ein über die Leistenvene eingebrachtes Schirmchen (PFO-, ASD-Verschluss).

Die Spezialgebiete der Klinik für Kardiologie und Pneumologie in Neuperlach