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Klinikum Neuperlach

Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Wiederherstellungschirurgie
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(089) 6794-2551

Hüfte. Knie. Schulter. Hand. Schonende, maßgeschneiderte Eingriffe

Schmerzen an den Gelenken schränken nicht nur den Bewegungsradius, sondern auch die Lebensqualität enorm ein. In unserer Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie verfügen wir über vielfältige Untersuchungsmethoden und bildgebende Verfahren, um die Ursache für die Schmerzen ergründen zu können.

In manchen Fällen können die Verletzungen oder verschleißbedingte Schmerzen durch gezielte Physiotherapie und eine Schmerztherapie behandelt werden. In anderen Fällen raten wir jedoch zu einer Operation, um Folgeschäden an den Gelenkstrukturen, die aus ihrer Balance geraten sind, zu vermeiden.

Durch schonende minimal-invasive Operationsverfahren schnell wieder mobil

Bei den Operationsverfahren setzen wir auf schonende minimal-invasive Methoden, wann immer dies möglich und sinnvoll ist.

Bei so genannten Gelenkspiegelungen – auch Arthroskopien genannt – führen wir Lichtquelle und Kamera mittels eines Arthroskops durch nur millimeterlange Schnitte in die betroffene Region des Gelenks ein. Auch unsere feinen Operationsinstrumente gelangen in dünnen Schläuchen zum Ort des Geschehens. So können wir beispielsweise zerrissene Bänder zusammennähen, abgesplitterte Knorpelstücke entfernen, Knorpel glätten oder Knochenvorsprünge abfräsen, ohne dass die umliegenden Muskeln oder Blutgefäße geschädigt werden.

Die Patienten kommen schnell wieder auf die Beine. Ihre Wunden heilen rasch, sie behalten meist nur kaum sichtbare Narben zurück und erleiden weniger Schmerzen.

Schwerpunkt Arthrose in der Hüfte. Endoprothetik

Im Anfangsstadium des Gelenkverschleißes, der Arthrose, kann eine Kombination aus Schmerzmitteln und intensiver Physiotherapie mit Hilfsmitteln Fehl- und Schonhaltungen korrigieren und somit Schmerzen lindern.

Doch bei fortgeschrittener Arthrose in der Hüfte kann meist nur noch ein Gelenkersatz Abhilfe schaffen, wenn die Knochen im Gelenk direkt aufeinander reiben, weil der schützende Knorpel verschlissen ist. Der richtige Operationszeitpunkt ist wichtig, um eine gutes Operationsergebnis sicherzustellen.

Bei fortbestehender Bewegungseinschränkung und Schonhaltung kommt es zu einem verkürzen der Muskulatur, wodurch ein gutes Operationsergebnis negativ beeinflusst wird.

Wir können eine Vielzahl der Optionen bei Hüftgelenkprothesen anbieten:

  • Zementfreie  Prothesen setzen wir – vor allem bei jüngeren Patienten – ein, um möglichst knochensparend vorzugehen, was eine spätere zweite Operation vereinfacht. Hierbei kommt es  zu einem Einwachsen des Knochens mit der rauen Oberfläche des Titan-Implantats.  
  • Bei schlechterer Knochenqualität  kann das teilwiese oder vollständige Einzementieren der Gelenkanteile nötig sein. Hierbei dient der Knochenzement als Verbindung zwischen der Prothese und dem Knochen.

Prothesen unterschiedlicher Größen, Formen und Winkel stehen zur Verfügung, so dass wir für jeden Patienten eine maßgeschneiderte Lösung erreichen. Aber auch bei sogenannten Revisionsoperationen, wenn eine Prothese z.B. bei Lockerung gewechselt werden muss, stehen bei uns spezielle Implantate zur Verfügung. 

Schwerpunkt Meniskus-Operationen, um den wichtigen Puffer zu erhalten

Im Rahmen von einer Knie-Arthroskopie behandeln wir Verletzungen an den Menisken, den halbmondförmigen elastischen Scheiben, die für das Kniegelenk Stöße dämpfen, Lasten verteilen und Stabilität garantieren.

Ist ein Meniskus eingerissen oder hat sich gar ein Stück gelöst, machen wir das Ausmaß der Verletzung durch eine Magnetresonanztomographie (MRT) erkennbar. Falls möglich nähen wir Risse oder abgerissene Lappen wieder zusammen. Wir können dabei auf mehrere Nahttechniken und Verankerungsverfahren zurückgreifen, die  wir je nach individueller Verletzungssituation einsetzen.

Sollten die Teile nicht mehr zusammenzufügen sein – weil etwa der Riss schon lange zurückliegt oder sehr ausgefasert ist - dann entfernen wir lose Meniskusteile und glätten die Ränder, um schmerzhafte Einklemmungen zu verhindern und einen Verschleiß des Gelenkknorpels durch die reibende raue Ränder zu vermeiden.     

Schwerpunkt Operationen an der Schulter

Eine der häufigsten Ursachen für chronische Schmerzen im Bereich der Schulter sind Probleme mit der Rotatorenmanschette. Hiebei handelt es sich um eine Muskel- und Sehnengruppe, die das Schultergelenk umspannt, ihr dabei Stabilität gibt und zudem für eine Vielzahl von Bewegungsabläufen verantwortlich ist.

Sind aber einzelne oder mehrere dieser Sehnen oder Muskeln verletzt, dann treten Schmerzen bei bestimmten Bewegungen auf, was zu Einschränkungen im Beruf aber auch in der Freizeit führt. Aber auch in Ruhe und inbesondere nachts können diese Schmerzen Ihnen den Schlaf rauben.

Durch eine gezielte Diagnostik einschließlich Magnetresonanztomographie (MRT) sowie einer eingehenden körperlichen Untersuchung durch unsere Spezialisten können wir ein Therapiekonzept mit Ihnen zusammen erarbeiten.

Falls eine konservative Therapie nicht möglich ist bzw. hierunter keine ausreichende Schmerzlinderung erreicht werden kann, stehen auch operative Behandlungsoptionen wie z.B. eine Schulterarthroskopie zur Verfügung. Hierbei kann die abgerissenen Sehne mit speziellen Knochenankern am Oberarmkopf wieder befestigt oder falls möglich auch direkt wieder vernäht werden.

„Falls bei einem Rotatorenmanschettenriss durch eine konservative Therapie keine ausreichende Schmerzlinderung erreicht werden kann, können wir mit speziellen Knochenankern die abgerissene Sehne wieder befestigen.“
Dr. Matthias Jacob, Oberarzt

Schwerpunkt Operationen an den Händen: Meist als ambulante Eingriffe

Bei Operationen, die wir an Fingern und Händen vornehmen, setzen wir Lupenbrillen ein, um auch feinste Gefäße und Nerven sicher identifizieren zu können. Viele Operationen können als kurze ambulante Eingriffe unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden.

Schwerpunktmäßig behandeln wir die folgenden Verletzungen und Erkrankungen:

  • Knochenbrüche und Verletzungen an der Hand
  • Nervenkompressionen (Karpalttunnel- und Sulcus ulnaris-Syndrom)
  • Arthrose im Handgelenk und in den Fingergelenken
  • Rheuma-Operationen
  • Morbus Dupuytren