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Klinikum Schwabing

Frauenklinik - Bereich Geburtshilfe
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Babyfreundliche Geburtsklinik

Wir legen großen Wert darauf, jede Entbindung individuell, familienorientiert und natürlich zu gestalten, und Ihnen gleichzeitig die höchstmögliche Sicherheit für Mutter und Kind zu bieten.

Qualitätssiegel "Babyfreundliche Geburtsklinik"

Im Oktober 2015 haben wir erneut (nach der Erstzertifizierung im Oktober 2012) das Qualitätssiegel "Babyfreundliche Geburtsklinik" erhalten. Kliniken mit dieser Auszeichnung verwirklichen die B.E.St®-Kriterien, die auf den internationalen Vorgaben von WHO und UNICEF beruhen.

B.E.St® steht für „Bindung“, „Entwicklung“ und „Stillen“. Diese Kriterien sind wissenschaftlich fundiert und ermöglichen die effektive Förderung der Bindung zwischen Mutter und Kind, der kindlichen Entwicklung und des Stillens.

B.E.St® – Zehn Schritte für eine Babyfreundliche Geburtsklinik

Die B.E.St.®-Kriterien (B.E.St.® = Bindung, Entwicklung, Stillen) basieren auf aktuellem wissenschaftlichen Kenntnisstand und auf internationalen Vereinbarungen und Vorgaben von WHO und UNICEF. Sie ermöglichen in ihrer Gesamtheit eine effektive Bindungs-, Entwicklungs- und Stillförderung.

Die B.E.St.®-Kriterien sind die inhaltliche Grundlage der Zertifizierung einer Einrichtung der Geburtshilfe und Kinderheilkunde als „Babyfreundlich“. Babyfreundliche Kliniken unterstützen aus Gründen der Bindungsförderung das Stillen. Frauen, die ihr Kind mit der Flasche ernähren, werden individuell in die bindungsfördernde Flaschenernährung eingeführt.

  • Erster Schritt
    Schriftliche B.E.St.®-Richtlinien auf der Grundlage der „Zehn Schritte für eine Babyfreundliche Geburtsklinik zur Umsetzung der B.E.St.®-Kriterien“ haben, die mit allen Mitarbeitenden regelmäßig besprochen werden.
  • Zweiter Schritt
    Alle Mitarbeitende so schulen, dass sie über die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten für die Umsetzung der B.E.St.®-Richtlinien verfügen.
  • Dritter Schritt
    Alle schwangeren Frauen über die Bedeutung und die Praxis der Bindungs- und Entwicklungsförderung unter Einbeziehung des Stillens informieren.
  • Vierter Schritt
    Den Müttern ermöglichen, unmittelbar ab Geburt ununterbrochen Hautkontakt mit ihrem Baby zu haben, mindestens eine Stunde lang oder bis das Baby das erste Mal gestillt wurde.
  • Fünfter Schritt
    Den Müttern korrektes Anlegen zeigen und ihnen erklären, wie sie ihre Milchproduktion aufrechterhalten können, auch im Falle einer Trennung von ihrem Kind.
  • Sechster Schritt
    Neugeborenen weder Flüssigkeiten noch sonstige Nahrung zusätzlich zur Muttermilch geben, außer bei medizinischer Indikation.
  • Siebter Schritt
    24-Stunden-Rooming-in praktizieren – Mutter und Kind bleiben Tag und Nacht zusammen.
  • Achter Schritt
    Zum Stillen/Füttern nach Bedarf ermuntern.
  • Neunter Schritt
    Gestillten Kindern keine künstlichen Sauger geben.
  • Zehnter Schritt
    Die Mütter auf Stillgruppen und andere Mutter-Kind-Gruppen hinweisen und die Entstehung von Stillgruppen fördern.

Die Grundsatzerklärung der WHO/UNICEF-Initiative „Babyfreundlich“ zu den B.E.St.®-Kriterien beinhaltet die Umsetzung des WHO-Kodexes in Babyfreundlichen Einrichtungen – zum Download auf www.babyfreundlich.org.

(Stand: September 2014)

Die babyfreundliche Geburtsklinik im Videoportrait

Quelle: münchen.tv (Unser München) vom 23. Januar 2013

Babyfreundliche Geburtsklinik - Interview mit Chefarzt Dr. Neumann

Quelle: WHO/UNICEF-Initiative "Babyfreundlich" vom 22. April 2014