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Klinikum Schwabing

Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie
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(089) 3068-2690

Cochlea-Implantat - für hochgradig Schwerhörige und Gehörlose

Das Cochlea Implantat ist die erste Prothese, die ein Sinnesorgan ersetzen kann.

Wenige Zentimeter groß ist die Hörprothese. Sie übernimmt die Funktion des Innenohrs, der Cochlea, um akustische Signale an das Gehirn zu übertragen. Das Cochlea-Implantat (CI) ist sowohl für Kinder geeignet, die vor dem Abschluss des Spracherwerbs ertaubt sind, als auch für Erwachsene, die später ertaubt sind. Wir setzen das Cochlea Implant ein, wenn sich herkömmliche Hörgeräte als nicht oder nicht mehr wirksam erwiesen haben. Die Entscheidung, ob ein CI für einen Patienten geeignet ist, hängt von einer Reihe von Faktoren ab und wird durch verschiedene Voruntersuchungen mit Ihnen erarbeitet.

Elektrische Impulse stimulieren den intakten Hörnerv

Beim Cochlea-Implantat handelt es sich um eine elektronische Innenohrprothese, die direkt in die Hörschnecke implantiert wird.

Das Implantat wandelt Schall in elektrische Impulse um, die defekten Hörzellen werden mittels eines Elektrodenbündels überbrückt und so selbst stimuliert. Dadurch können Sprache und Geräusche wieder wahrgenommen werden.

Ein intakter Hörnerv ist jedoch unbedingt Voraussetzung für eine erfolgreiche Funktionalität der Hörprothese. Dies zu prüfen, wird immer einer der ersten Schritte in unserer Klinik sein.

„Nicht zu sehen trennt von den Dingen, nicht zu hören trennt uns von den Menschen.“
Immanuel Kant

Implantation, bevor Kinder sprechen lernen

Etwa eines von tausend Babys kommt gehörlos oder hochgradig schwerhörig auf die Welt. Hier ist eine möglichst frühe Operation teilweise schon ab dem 9. Lebensmonat wichtig.

Bei den kleinen Patienten wird ein Elektrodenträger in das Innenohr eingesetzt und ein Mikrofon am Ohr leitet die Geräusche über ein Kabel von außen zum Elektrodenträger. So wird der Hörnerv elektrisch stimuliert – das ausgefallene Innenohr quasi überbrückt – und das Gehirn erkennt den Schall.

Studien zeigen, dass gehörlose Kinder, die rechtzeitig ein solches Implantat bekommen, die gleiche Sprachentwicklung haben wie Kinder ohne Hörbehinderung. Viele der jungen Patienten können mit einem Implantat eine Regelschule besuchen. 

Weltweit erfolgreicher Eingriff

Weltweit gab es bis Ende 2011 ca. 300 000 Cochlea Implantationen, in Deutschland schätzt man die Zahl auf etwa 40.000 Patienten (Quelle: Deutsche Cochlear Implant Gesellschaft e.V.). Die Erfahrung zeigt, dass Betroffene sehr selten die Implantation des Cochlea-Implantats bereut haben.

Chefarzt Prof. Dr. Wolfgang Wagner hat mehr als 100 Patienten erfolgreich mit einer Innenohr-Prothese versorgt.

Hören und Sprache wird neu erlernt

Wenn Menschen später im Leben gehörlos werden, kann eine Hörprothese viel zur Lebensqualität beitragen. 

Zur zweiten Patientengruppe zählen daher Erwachsene, die das Hörvermögen verloren haben und bei denen beispielsweise medikamentöse Behandlungen und/oder eine Operation erfolglos blieben.

Mit dem Cochlea-Implantat muss die Wahrnehmung von Sprache und das Hören - mit Hilfe eines Hörtherapeuten - völlig neu erlernt werden. Vorteilhaft beim Eingriff bei Erwachsenen ist, dass die Hörstörung hier erst nach einem ersten Spracherwerb eingesetzt hat, damit erlernt man das neue Hören leichter, ganz ähnlich wie Sie eine Ihnen heute unbekannte Sprache erlernen.

„Eine Innenohrprothese empfiehlt sich auch bis in das hohe Alter, denn diese Patienten nehmen dann weiterhin am Leben teil und bleiben aktiv. Es gibt sogar 90-Jährige, die ein Cochlea Implantat bekommen.“
Professor Wagner erklärt, warum der Eingriff nicht nur bei Kindern angezeigt ist

Wie das Cochlea Implantat hört …

1 - Soundprozessor: Ein kleines Mikrofon nimmt Schallwellen auf, die dann vom äußerlich getragenen Soundprozessor in digital kodierte Signale umgewandelt werden.
2 - Sendespule: Über die Sendespule werden die Signale an das unter der Haut liegende Implantat übertragen.
3 - Implantat: Das Implantat wandelt die kodierten Signale in elektrische Impulse um und leitet sie an den Elektrodenträger weiter.
4 - Elektrodenträger: Die Elektroden simulieren die Hör-Nervenfasern in der Cochlea – im Gehirn entsteht ein Höreindruck.

Cochlea-Implantat - das Vorgehen in unserer HNO-Klinik

  • Vorabklärung erster Fragen per E-mail oder per Telefon
  • Erstes ausführliches Beratungsgespräch in unserer Klinik
  • Allgemeine und HNO-ärztliche Untersuchungen, verschiedene Hörprüfungen, Magnetresonanztomografie (MRT) sowie die Überprüfung des Hörnerven
  • Die Entscheidung: Sie sollten sich ganz sicher sein und sich genügend Zeit nehmen, zu entscheiden, ob die CI-Implantation für Sie oder Ihr Kind geeignet ist. Anschließend wird der Hersteller ausgewählt.
  • Die Operation des Cochlea Implantat: nach der etwa 2- bis 3-stündigen OP verbringt der Patient etwa 2 Tage in der HNO-Klinik in München Schwabing.
  • Rehabilitation: Nach einer Heilungsphase von vier bis sechs Wochen wird das Implantat erstmals eingeschaltet und eingestellt. Es folgen weitere Einstellungen in den nächsten Wochen in unserer Klinik.
  • Nach zwei bis drei Monaten beginnt ein systematisches Hörtraining in einem darauf spezialisierten Hörzentrum in München.

Unsere Klinik arbeitet unter Berücksichtigung der gültigen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V. zur Cochlea-Implantat-Versorgung.

Terminvereinbarung und ausführliche Beratung

Bei Interesse nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und vereinbaren Sie einen Beratungstermin mit dem Sekretariat von Prof. Wagner. Wir besprechen die Möglichkeiten, Chancen und Risiken ausführlich gemeinsam mit Ihnen und beraten Sie als Ihre Münchner Klinik individuell und ohne finanzielle Interessen.

Das therapeutische Angebot der HNO-Klinik im Detail

Neben den plastisch-wiederherstellenden Operationen werden in unseer Klinik auch viele ästhetische Operationen durchgeführt.

Plastische Operation, Rhinoplastik am Klinikum Schwabing

Wir behandeln Tumore des oberen Atem- und Speiseweges sowie der Mundhöhle, des Rachens, des Schlundes und des Kehlkopfes.

HNO-Krebstherapie (Rachen, Kehlkopf, Zunge) am Klinikum Schwabing

Operationen der Nasennebenhöhlen bei stark eingeschränkter Nasenatmung, Entzündungen oder gehäuften Infektionen.

Operation der Nasennebenhöhle am Klinikum Schwabing

Wir sind gerne für Kinder da: ob Fremdkörper in Hals, Nase, Ohr, Erkrankung im Mund-Rachen-Raum oder Tracheotomie.

HNO-Eingriffe bei Kindern am Klinikum Schwabing

Wir führen Operationen, Implantationen sowie OPs zur Wiederherstellung des gesamten Ohr-Apparates durch.

Ohren-OP von Innenohr über Mittelohr bis Trommelfell

Als eine von wenigen Kliniken in München können wir das Cochlea-Implantat anbieten, eine Innenohrprothese für Schwerhörige und Gehörlose.

Cochlea-Implantat - Hörprothese am Klinikum Schwabing

Vorgestellt: Mitarbeiter, Stationen und Kontakte

Unsere Experten für Hals, Nase, Ohren, Kopf und Hals kennen die vielschichtigen Probleme ihres Fachgebiets und erarbeiten individuelle Lösungen.

Hals-Nasen-Ohren (HNO) in München Schwabing

Hals, Nase, Ohren von A-Z. Wir behandeln Patienten mit leichten Beschwerden ebenso wie schwerkranke Krebspatienten und setzen das gesamte Spektrum der konservativen und operativen HNO-Heilkunde ein.

Diagnose, Therapie, Operation im Bereich HNO am Klinikum Schwabing

Vorgestellt: unsere Experten-Teams um Chefarzt Prof. Dr. Wagner und die Stationen der Klinik mit dem Schwerpunkt Hals, Nase, Ohren, Gesicht.

Mitarbeiter und Stationen der HNO in Schwabing

Ob als zuweisender Arzt, Betroffener oder Angehöriger - das Städtische Klinikum ist der Ansprechpartner für Ihr Anliegen.

Kontakte & Adresse der HNO-Klinik in München Schwabing