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Klinikum Schwabing

Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie
Ihr Kontakt zu unserer Abteilung

Ambulanz: (089) 3068-2309
Sekretariat: (089) 3068-2690

Plastische Operationen: Nasenkorrektur (Rhinoplastik, Septorhinoplastik)

Die Rhinoplastik ist eine komplexe Operation, die bei jedem Patienten eine andere, individuelle Vorgehensweise erfordert. Unser Chefarzt Prof. Dr. Wolfgang Wagner führt mehrere plastische Nasenkorrekturen (Rhinoplastik, Septorhinoplastik) pro Woche aus, der Eingriff erfolgt in Vollnarkose und dauert meist ein bis drei Stunden.  

Das Ziel einer Nasenkorrektur: Ansprechende Ästhetik und gute Funktion

Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen einem funktionellen und einem ästhetischen Ziel des Eingriffs. Mit dem funktionellen Ziel meint man, dass die Funktion der Nase verbessert werden soll, also in der Regel die Atmung.

Das ästhetische Ziel ist die Verbesserung der äußeren Form der Nase. In vielen Fällen gehen Funktion und Ästhetik miteinander einher. Deshalb führt Prof. Wagner in unserer Klinik häufig auch kombinierte Eingriffe durch, bei denen sowohl das äußere Erscheinungsbild der Nase als auch die Atmungsfunktion verbessert werden.

„Ob Sie sich nun aus funktionellen oder ästhetischen Gründen operieren lassen, unser Ziel ist letztendlich, dass Sie sich mit dem Ergebnis der Operation wohlfühlen und Sie eine Nase haben, die gut zu Ihrem Gesicht passt sowie natürlich und unoperiert aussieht.“
Prof. Wolfgang Wagner, Chefarzt

Schritt für Schritt - das Behandlungskonzept von Prof. Wolfgang Wagner

Im ersten Schritt ist es Prof. Wagner wichtig, dass die Nasenscheidewand als innere Säule der Nase gerade und stabil steht, weil sie das Fundament für eine harmonische und ästhetische äußere Nasenform ist. Sollte eine Korrektur nötig sein, stellt diese häufig den Beginn seiner Operation dar.

Hierbei operiert er hauptsächlich am Septumknorpel, im Wesentlichen durch folgende Techniken:

  • Lösen von Spannungen im Septumknorpel, der zu einer Schiefstellung führt
  • Wegnahme und/oder Hinzufügung von Teilen des Septumknorpels
  • Stabilisierung und Begradigung des Knorpels durch Nähte.

Wenn die Nasenscheidewand gerade steht, ist der knorpelige Nasenrücken, also der untere Teil der Nase, damit häufig bereits mitbegradigt. Im weiteren Verlauf wendet Prof. Wagner verschiedenste moderne Techniken der plastischen Chirurgie an, je nach Ziel der Operation.

Bei einer Reduktion des Nasenrückens, was bei einer Höckerabtragung und Nasenverkleinerung der Fall ist, ist es wichtig, das knorpelige Gewölbe des Nasenrückens stabil und in einer natürlich runden Form zu erhalten. Hierfür wird die Technik der sogenannten spreader flaps (Erhalt und Einwärtsschlagen der Lateralknorpel) genutzt, alternativ bei sehr ausgeprägten Schiefstellungen auch spreader grafts (Knorpelstreifen, die den knorpeligen Nasenrücken schienen und die innere Nasenklappe offen halten).

Den knöchernen Teil der Nase begradigt Prof. Wagner durch sogenannte Osteotomien, d.h. definierte Schnitte des Knochens, wodurch er sich mobilisieren und in die gewünschte Position stellen lässt.

Bezüglich des Profils des Nasenrückens ist häufig eine Reduktion gewünscht. Diese erfolgt konservativ und wie wir sagen "inkrementell", d.h. schrittweise, um möglichst viel Struktur der natürlichen Nase zu erhalten.

Ist eine Augmentation erforderlich, so wird routinemäßig körpereigenen Knorpel in Form von kleinstgehäckselten Stückchen, die zu einem glatten Nasenrücken mit weichen Übergängen führen, verwendet (free diced cartilage).

Am Ende des Eingriffes wendet sich Professor Wagner in der Regel der Nasenspitze zu. Hier können die Ziele ganz unterschiedlich sein, nämlich einfach die Spitze in ihrer aktuellen Form und Position zu erhalten, sie zu definieren, sie anzuheben oder abzusenken. Hierbei werden unterschiedliche Techniken verwendet, bei denen möglichst viel der vorhandenen Strukturen erhalten wird, um den Knorpel neu zu formen, ohne zu viel zu entfernen. Wichtig ist auch die Langzeitstabilisierung der Spitze, wozu häufig Nähte zum Einsatz kommen.

Die Nachsorge: der typische Ablauf nach einer plastischen Nasenoperation

Als unser Patient bleiben Sie etwa 2 Tage stationär in der Klinik. Nach einer solchen Nasenoperation sind Schmerzen meistens eher gering bis mäßig und mit üblichen Schmerzmitteln ausreichend zu beherrschen. Vor großen Schmerzen brauchen Sie also in der Regel keine Angst zu haben. Wir verwenden typischerweise auch keine Nasentamponaden, nach der Operation haben Sie weiche Silikonschienen in der Nase, um die Nasenscheidewand zu stützen.

So geht es nach der Operation für Sie weiter...

  • Entlassung nach 2 Tagen
  • ambulante Entfernung der Silikonschienen aus der Nase nach 3 Tagen
  • ambulante Kontrolle nach 5 Tagen (dabei, falls erforderlich, Wechsel der äußeren Nasenschiene),
  • Entfernung der äußeren Nasenschiene und der Fäden am Nasensteg, sofern vorhanden, nach 10 Tagen

Die größte Teil der Schwellungen und der blauen Flecken klingt meist innerhalb von 2-3 Wochen nach dem Eingriff ab, auch die offizielle Arbeitsunfähigkeitsdauer beträgt demnach in der Regel 2 bis 3 Wochen.

Unsere Patienten und Patientinnen befinden sich in sehr erfahrenen Händen

Wenn man vor der Entscheidung steht, eine Nasenoperation durchführen zu lassen, möchte man gerne wissen, wie qualifiziert der Operateur ist. Komplexe funktionelle und sämtliche ästhetische Rhinoplastiken führt an unserer Klinik unser Chefarzt Prof. Wagner ausschließlich persönlich durch.

Der Chefarzt der HNO-Klinik hat sowohl die Zusatzbezeichnung "Plastische Operation", als auch das internationale Zertifikat "Plastische Gesichtschirurgie" (IFFPSS) erworben und nimmt regelmäßig als Referent an nationalen und internationalen Fachtagungen zu diesem Thema teil.

„Die rhinoplastische Chirurgie gehört seit langem zu meinen Behandlungsschwerpunkten. Seit vielen Jahren führe ich mehrere dieser Eingriffe pro Woche durch. Wichtig ist mir auch die regelmäßige Fort- und Weiterbildung auf dem Gebiet der Rhinoplastik.“
Prof. Dr. Wolfgang Wagner

Unsere Spezialsprechstunde - ausführliche Beratung für Patienten und für Interessierte

Dem besonderen Beratungsbedarf, die plastische Eingriffe mit sich bringen, wird in unserer Klinik durch eine eigene Sprechstunde für plastische Operationen Rechnung getragen.

Diesen Service bieten wir für unsere Patienten und für Interessierte.

Sprechstunde für plastische Nasen-Operationen (Septorhinoplastik, Rhinoplastik)

Mittwoch 08.00-15.00 Uhr (durchgeführt von Prof. Wagner)

Anmeldung:
Telefon: (089) 3068-2690
Telefax: (089) 3068-3951
susanne.schinharl.server-mail(at)klinikum-muenchen.de