Icon Notfall
Notfall

Klinikum Schwabing

Klinik für Kinder- und Jugendpsychosomatik
Ihr Kontakt zu unserer Abteilung

(089) 3068-5700

Behandlungskonzepte. Hilfreich für die ganze Familie

Psychosomatische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen behandeln wir stets mit einem großen Team: Ärzte, Psychologen, Psychotherapeuten, speziell geschulte Pflegekräfte und Pädagogen, Ernährungsberater, Sport- und Kreativtherapeuten arbeiten gemeinsam nach einem abgestimmten Konzept, das sich ganz konkret auf den einzelnen Patienten ausrichtet.

In regelmäßigen Teamsitzungen besprechen wir die Therapie-Fortschritte und legen die nächsten Schritte gemeinsam fest. So können wir Lösungen finden, die dem betroffenen Kind oder Jugendlichen, aber auch der ganzen Familie im Alltag tatsächlich weiterhelfen.

Hochspezialisierte Therapien für ausgewählte Schwerpunkte

Unsere Psychotherapeuten haben diverse Therapie-Verfahren erlernt, die ihre Kompetenz in unseren Schwerpunkt-Angeboten bestärken. In unseren Therapien richten wir uns nach den aktuellen Behandlungsleitlinien.

Bei Essstörungen im Jugendalter sowie bei Fütter- und Essstörungen, die bei Säuglingen und Kleinkindern auftreten, besitzen wir ein breites Know how, das Patienten von weither zu uns kommen lässt.

Aber auch bei der Therapie von Traumafolgestörungen sowie bei Schulängsten sind unsere Therapeuten besonders gut qualifiziert.

Neben den Spezialisierungen in der Psychotherapie können wir auf ein breites Angebot von Fach- und Kreativtherapien verweisen: Therapeutisches Klettern steht bei uns ebenso auf dem Therapieplan wie Achtsamkeitsübungen oder Maltherapie.

Unsere Bezugspflegekräfte. Ein vertrauensvolles Verhältnis rund um die Uhr

Im Klinikalltag nehmen unsere besonders geschulten Pflegekräfte eine tragende Rolle ein.

Sie sind rund um die Uhr für die Kinder und Jugendlichen oder die Mütter mit ihren Kleinkindern da und haben stets ein offenes Ohr, wenn es mal Rückschläge zu verkraften oder aber auch ein freudiges Ereignis zu verkünden gibt.

Sie gestalten den unmittelbaren Alltag für unsere Patienten, helfen eventuell auch mal Konflikte zu lösen, unternehmen Ausflüge und führen in den Schulferien spannende Projekte mit den Jugendlichen durch.

Neben diesen Schwerpunkten behandeln wir auch folgende Krankheitsbilder:

Depressionen – wieder Licht am Ende des Tunnels erspähen

Grüblerisch, gereizt, mit sich und der Welt unzufrieden – diese Stimmungen sind in der Pubertät durchaus normal. Wenn jedoch die Betrübnis, die Lustlosigkeit sowie Konzentrations- und Leistungsstörungen über lange Zeit anhalten, liegt unter Umständen eine Depression vor.

Wir behandeln eine Depression mit verschiedenen Verfahren der Verhaltenstherapie und der psychodynamischen Therapie-Formen. Zweimal in der Woche sehen wir die Jugendlichen zu einem psychotherapeutischen Einzelgespräch, zudem erhalten sie Bewegungs- und Kreativtherapien und nehmen an Gruppentherapien teil, wo sie ihre Fertigkeiten in der sozialen Kompetenz erweitern und im Austausch mit anderen Betroffenen Lösungen für ihre Probleme erarbeiten.

Angststörungen, mit Fokus soziale Phobien – Sich wieder unter Leute trauen

Neben den Schulängsten, die oftmals ebenfalls eine besondere Form der Angststörung darstellen, behandeln wir selbstverständlich auch alle anderen Ausprägungen der Angststörung, wobei wir am häufigsten soziale Phobien therapieren.

Die Jugendlichen sind oftmals derart unsicher, dass sie den Kontakt zu anderen Menschen so weit wie möglich meiden. Mittels Rollenspielen, die wir auf Video aufnehmen, können die Betroffenen bei uns ausprobieren, wie sie in belastenden Situationen adäquat reagieren können.

Im Gruppentraining „Soziale Kompetenz“ lernen sie Kontakt aufzunehmen oder auch mal „Nein“ zu sagen, wenn ihnen eine Anforderung gegen den Strich geht. Wichtig bei der Therapie von Angststörungen sind aber auch die Kreativ- und die Körpertherapien. Die Jugendlichen lernen dort, sich wieder in sich selbst wohl zu fühlen und sich selbst zu akzeptieren.

Zwangsstörungen – die belastenden Muster durchbrechen lernen

Bei der Therapie von Zwangsstörungen im Jugendalter spielt die Exposition als Therapie-Einheit eine große Rolle. Bewusst konfrontieren wir den Jugendlichen mit der Situation, die bei ihm die zwanghaften Reaktionen hervorruft, und helfen ihm, seine Verhaltensmuster Schritt für Schritt anzupassen.

Bei Zwangsstörungen ist auch der Austausch mit anderen betroffenen Jugendlichen in der Regel ausgesprochen hilfreich. Durch unsere geregelte Tagesstruktur und die enge Begleitung, die unsere besonders geschulten Pflegekräfte geben, unterstützen wir die Jugendlichen, nach und nach ihre Handlungszwänge oder Gedanken zu durchbrechen.

Schmerzstörungen – Auswege finden, wenn der Schmerz sich selbst verstärkt

Chronische Schmerzen können bleiben oder sich gar verstärken, wenn die ursprüngliche körperliche Ursache längst abgeheilt ist. Oder sie entstehen und verfestigen sich, ohne dass überhaupt eine organische Ursache zu finden ist. Spannungskopfschmerzen, anhaltendes Bauchweh, Knochenschmerzen sind ebenso Beispiele für Schmerzstörungen wie ein Schmerz, der nach einer Verletzung ungewöhnlich lange anhält.

Wir behandeln die Schmerzstörungen zum einen durch Physiotherapie und Körperbehandlungen, um die Einschränkungen der Muskulatur und der Nerven zu beheben. Zudem helfen unsere psychotherapeutischen Maßnahmen – in Einzel-, aber auch in Gruppentherapien – den Fokus weg vom Schmerz hin zu positiven Aktivitäten zu lenken.

Schlafstörungen – wieder zu einem gesunden Rhythmus zurückfinden

Aus verschiedenen Gründen können bei Jugendlichen Schlafstörungen auftreten. Oftmals fehlt eine Tagesstruktur, vor allem die Internet-Welt verleitet die Jugendlichen zu nächtelangen Wachphasen.

In manchen Fällen pflegt die gesamte Familie keine geregelten Strukturen. Als Folge treten jedoch bald Beeinträchtigungen im Alltag auf. Die Konzentration lässt nach, in der Schule oder am Ausbildungsplatz sind diese Jugendlichen nicht leistungsfähig.

Alleine durch die geregelten Tagesstrukturen und die vielfältigen Angebote, um sich selbst und seine Vorlieben kennenzulernen, weisen wir den betroffenen Jugendlichen einen Ausweg aus ihrer Schlafstörung.