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Klinikum Schwabing

Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Suchtmedizin
Ihr Kontakt zu unserer Abteilung

(089) 3068-3366

Diagnostik & Therapie. Qualifizierte Entzugsbehandlung

"Die Villa" - Entzugsstation mit spezialisiertem Therapieangebot

Auf der Drogenentzugsstation "Die Villa" bieten wir Menschen mit Suchterkrankungen qualifizierte Entzugsbehandlungen. "Die Villa" wurde 1991 im Rahmen eines Bundesmodellprojektes eröffnet, sie war die erste Entzugsstation mit spezialisiertem Therapieangebot an einem Akutkrankenhaus. Wir beziehen alle Problembereiche Drogenabhängiger - soziale, medizinische und psychische - in die Behandlung mit ein. Dazu arbeiten Fachleute verschiedener Berufsgruppen in einem multidisziplinären Team zusammen.

Leistungsspektrum unseres Bereiches für Suchtmedizin

Unsere Leistungen im Überblick

  • Qualifizierte Entzugsbehandlung
  • Diagnostik und Therapie somatischer und psychischer Begleiterkrankungen
  • psychosoziale Betreuung
  • Einzel- und Gruppentherapie
  • Akupunktur
  • Therapieplanung und -vermittlung
  • Kostenklärung, juristische Klärung, Angehörigenarbeit 

Behandlung schwangerer suchtkranker Frauen

Unser Team ist spezialisiert auf die Entzugsbehandlung schwangerer, drogenabhängiger Patientinnen.

In Zusammenarbeit mit der gynäkologischen Abteilung und Neugeborenen Abteilung des Krankenhauses München-Schwabing wird der bestmögliche Therapieplan erarbeitet.

Die Entzugsbehandlung muss besonders behutsam, am besten im zweiten Drittel der Schwangerschaft, geplant werden.

Behandlung von Begleit- und Folgeerkrankungen

Spezieller Behandlungsplan bei Polytoxikomanie (Mehrfachabhängigkeit)

Stationär werden am häufigsten Patienten aufgenommen, die von mehreren Substanzen gleichzeitig abhängig sind. Fast immer sind dies Opioide (Heroin), gefolgt von Benzodiazepinen, Alkohol, Cannabis und Kokain. Der Behandlungsplan besteht aus folgenden Elementen:

  • einer medikamentösen Entzugsbehandlung
  • einer psychotherapeutischen Einzel- und Gruppentherapie
  • einer sozialen Begleitung. Dabei werden die möglichen kurz-, mittel- und langfristigen Ziele zusammen mit den Patientinnen und Patienten erarbeitet. 

Große Erfahrung in der Behandlung von Hepatitis C

Zwischen 60 und 90 % aller Drogenabhängigen leiden unter einer chronischen Hepatitis C, die oft erst während des stationären Aufenthalts diagnostiziert wird. Diese schwere Erkrankung kann zu Leberzirrhose und Leberzellkarzinom führen. Liegt eine Hepatitis C vor, leiten wir eine Kombinationsbehandlung entsprechend den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen ein. Unsere Station ist eine der wenigen, die große Erfahrung in der Behandlung von Hepatits C bei Suchtkranken besitzen. 

Spezielle Betreuung für Patienten mit HIV-Infektion und AIDS

Drogenabhängige Patientinnen und Patienten mit HIV-Infektion oder AIDS benötigen eine besondere medizinische Betreuung während der Entzugsbehandlung.

Das Entzugssyndrom darf nicht zu stark ausgeprägt sein, damit das Immunsystem nicht unnötig belastet wird. Wechselwirkungen mit den Entzugsmedikamenten müssen berücksichtigt werden.

Weitere Begleit- und Folgekrankheiten der Sucht

Neben den oben genannten Infektionskrankheiten leiden viele suchtkranke Patienten bei der Aufnahme wesentlich häufiger an somatischen Krankheiten als ihre nicht-süchtigen Altersgenossen. Dies liegt daran, dass die psychotropen Substanzen die Leitsymptome schwerer somatischer Erkrankungen unterdrücken.

Auch wenn keine Symptomatik vorliegt, muss bei der Aufnahme akribisch nach Krankheiten gesucht werden, die durch Drogen verschleiert sein könnten. Besonders leicht übersehen werden schwere Lungenentzündungen, infizierte Beinvenenthrombosen und Endokarditiden (Entzündungen der Herzinnenhaut).