Chronische Wunden (z.B. arterielle, venöse und neurotrophische Ulcera)

Chronische Wunden entstehen meist aufgrund einer Durchblutungsstörung, eines Immundefekts oder eines Diabetes mellitus. Am häufigsten oder bekanntesten ist das Ulcus cruris, das offene Bein. Damit eine offene Wunde überhaupt heilen kann, muss zuerst die Ursache gefunden und behandelt werden. Als erfahrene Dermatologen arbeiten wir daher interdisziplinär, um unseren Patienten neben der Wundversorgung auch die Behandlung der ursächlichen Erkrankung anbieten zu können.

Ganzheitlicher Therapieansatz essentiell bei geriatrischen Patienten

Unsere Patienten leiden aufgrund ihres Alters häufig unter mehreren Erkrankungen, was Auswirkungen auf die natürliche Fähigkeit zur Wundheilung hat: die Wundheilung ist deutlich verzögert.

Wir stellen daher unsere Patienten mit all ihren altersbedingten Einschränkungen, ihrem seelischen Befinden und ihrem sozialen Umfeld in den Mittelpunkt. Nur durch diesen ganzheitlichen Therapieansatz, in den auch die Angehörigen mit eingebunden sind, kann die Wundheilung und –versorgung erfolgreich verlaufen. 

„Wir stellen unsere Patienten mit all ihren altersbedingten Einschränkungen, ihrem seelischen Befinden und ihrem sozialen Umfeld in den Mittelpunkt. Nur durch diesen ganzheitlichen Therapieansatz kann die Wundheilung und –versorgung erfolgreich verlaufen. “
Prof. Dr. Wilhelm Stolz, Chefarzt
Chronische Wunden heilen nicht von selber
Offene Wunden sollten möglichst frühzeitig von einem Facharzt begutachtet und versorgt werden. Betroffene und Angehörige sollten sich nicht scheuen, einen entsprechenden Spezialisten aufzusuchen, denn meist ist eine vorliegende Erkrankung die Ursache für die Wunde.

Als Experten können wir wundheilungshemmende Einflüsse wie z.B. Mangelzustände oder Medikamente früh sondieren und eine geeignete Behandlung einleiten. So können wir schwere Verläufe, die ohne adäquate Behandlung unweigerlich eintreten, verhindern.

Ursachenforschung in Kooperation mit unseren Schwesterkliniken

Oft sind Durchblutungsstörungen die Ursache für offene Wunden und Geschwüre. Daher kooperieren wir eng mit der Angiologie und den Gefäßchirurgien in unseren Schwesterkliniken.

Mit den Gefäß-Experten untersuchen wir den Gefäßstatus und sollte eine Durchblutungsstörung festgestellt werden, wird diese spezifisch behandelt.

Wir setzen Hilfsmittel zur Wundheilungsförderung ein

Nach der Wundreinigung, die das Ausspülen der Wunde und das Entfernen von abgestorbenem oder entzündetem Gewebe beinhaltet, wird die Wunde mittels einem individuell angepassten Wundverband versorgt.

Diese Wundverbände sorgen für ein konstant feuchtes Milieu, saugen überschüssige Flüssigkeit auf und schützen vor Infektionen.

Zusätzlich wenden wir die Vakuumtherapie an, die den Heilungsprozess beschleunigt. In die offene Wunde wird ein Schwamm mit einem Unterdrucksystem gelegt, der die Wundfläche verkleinert, die Durchblutung verbessert und laufend Wundsekret und Blut abtransportiert.

Langjährige Erfahrung von Defektdeckungen mit Hauttransplantationen

Oft sind die Wunden so groß, dass sie sich nicht von selber schließen können. Ein Hauttransplantat, die sogenannte Spalthaut, die wir meist aus dem Oberschenkel entnehmen, verpflanzen wir auf die Wunde und können so die Wunde schließen.

Spalthaut eignet sich besonders gut für die Deckung großer Defekte und hat den Vorteil, dass ihre Entnahme ohne allzu große Belastung für den Patienten vorgenommen werden kann.      

„Spalthaut eignet sich besonders gut für die Deckung großer Defekte und hat den Vorteil, dass ihre Entnahme ohne allzu große Belastung für den Patienten vorgenommen werden kann. “
Dr. Stefanie Guther, Oberärztin

Seltene Autoimmunerkrankung: Pyoderma gangraenosum

Das Pyoderma gangraenosum ist eine Autoimmunerkrankung, bei der es zur Zerstörung der Haut und des darunterliegenden Gewebes kommt. Die Erkrankung ist recht selten und schwer zu diagnostizieren, da weder Laborwerte noch spezielle Gewebeveränderungen eindeutig auf die Erkrankung hinweisen.

Als Dermatologen mit langjähriger Erfahrung können wir durch Ausschlussverfahren andere in Frage kommende Erkrankungen ausschließen und so die Diagnose stellen.

Betroffene sollten möglichst frühzeitig Spezialisten aufsuchen. Bei kleineren Wunden kann durch die immunsuppressive Therapie der entzündliche Prozess gestoppt werden und die Wunden schließen sich von selber. Bei größeren Defekten ist ggf. eine Hautverpflanzung möglich.     

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