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Myofasziale Erkrankungen

Der myofasziale Schmerzkomplex ist eine oft übersehene Ursache weitverbreiteter Schmerzen im Bewegungssystem. Myofasziale Ursachen lassen sich weder durch Röntgen- noch durch Kernspintomographieverfahren diagnostizieren. Nur die körperliche Untersuchung der Muskulatur führt zur richtigen Diagnose.

Therapie

Wärme-/ Kältetherapie

Zur Anwendung kommen v. a. Verfahren, die eine lokale Wärme im Gewebe mit einer Absenkung der Muskelspannung erzeugen. Hierzu zählen z.B. Wärmeapplikationen und Ultraschalltherapie. Auch Kälte kann als einfache Methode Schmerzen zu reduzieren angewendet werden. Dabei werden Eiswürfel zerkleinert, in eine Plastiktüte mit Wasser vermischt und ca. 2-3 Minuten auf den schmerzhaften Muskel gelegt. Es sollten keine cool-pads aus der Gefriertruhe (Erfrierung) verwendet werden und die Kältepackung sollte nicht zu lange auf der betroffenen Stelle liegen bleiben.

Massagen

Diese haben einen positiven Effekt auf den Muskeltonus und Schmerz. Dabei werden die einzelnen schmerzhaften Muskeln und die diagnostizierten Triggerpunkte gezielt mit Zirkelungen und Knetungen behandelt.

Ergonomische Veränderungen:

Hierzu zählen richtiges Sitzen am Arbeitsplatz, richtige Platzierung des Computerbildschirmes usw.
Es gibt dabei 2 wichtige Regelungen:
1. Dynamisches Sitzen, d.h. bewegliches Sitzen d.h. keine starren Bürostühle.
2. Aufrechtes Sitzen bedeutet, dass die Hüftknochen höher sind als die Kniegelenke (falsch wäre ein 90° Winkel: Knie und Hüften in der gleichen Ebene), Ellenbogen höher als die Handgelenke, Hände werden nicht gehoben sondern „hängen“ nach unten und liegen locker auf der Tastatur, Blickrichtung auf den Bildschirm geht in gerader Position nach unten, nie nach oben, da dies sehr häufig zu Nackenschmerzen führt.

Physiotherapie:

Dehnen und vorsichtiges Kräftigen der betroffenen Muskulatur:
Zum Dehnen gehören auch reflektorische Therapieverfahren, bei denen die Muskulatur zuerst angespannt und dann entspannt wird. Dabei wird zusätzlich zur Dehnung des verkürzten Muskels eine Entspannung des Triggerpunktes erreicht. Die Kräftigung geschieht durch einzelne physiotherapeutische Übungen, die nur dann erfolgreich sind, wenn sie täglich angewandt werden.

Ausdauertraining:

Beispiele sind Walking, Nordic Walking, Bergwandern, Tanzen u.a.. Das Ausdauertraining sollte mindestens 3 x /Woche, jeweils zwischen 30 – 40 Minuten stattfinden.

Lokale Triggerpunktbehandlung:

Dry needling:
Dabei wird nicht direkt auf die Triggerpunkte gezielt, sondern der ganze Muskel behandelt, mit dem Ziel der allgemeinen Muskelentspannung. Der verhärtete Muskel wird solange punktiert, bis die lokale Zuckungsreaktion nachlässt. Viele Patienten empfinden das als „Wohlschmerz“ und lösend. Dieser Vorgang wird 1-2x/Woche über mehrere Wochen wiederholt. Als Nebenwirkungen werden Muskelkater und lokale Hämatome berichtet.

Stoßwellenbehandlung:
Zur Durchführung einer direkten Stoßwellenbehandlung benötigt man ein eigenes Gerät um diese Behandlung durchführen zu können. Die Kosten werden von den Privatkassen übernommen, ansonsten ist es eine Selbstzahlerleistung.

Obligate Symptome

  • Häufiger Positionswechsel (Patient kann nicht lange sitzen, stehen, liegen)
  • Schmerzen sind meistens morgens besser als abends
  • Muskelverhärtung (Taut band)
  • Triggerpunkte d.h. ausstrahlende Schmerzen (Referred pain) oder andere übertragene Phänomene (sensorisch, motorisch, autonom)

Besonders interessant sind die sog. Triggerpunkte, die bei 30-90% myofaszialer Beschwerden beschrieben werden. Es kommt dabei zur lokalen Verdichtung und Verquellung im Muskelgewebe. Durch Druck oder Reiz z.B. mit einer Akupunkturnadel (dry needling) kommt es zur lokalen Zuckung (local twitch response). Die eigentliche Besonderheit bei Triggerpunkten liegt darin, das die Schmerzursache und der Schmerzort nicht identisch sind. Durch die empfundenen Schmerzen kommt es zu einer schmerzbedingten Schwäche in dieser Region.

  • Gewebeverdichtung bzw. lokale ödematöse Verquellung
  • lokale Zuckungsreaktion (Local twitch response)
  • Muskelschwäche

Schwerpunkte der Praxis für Physikalische & Rehabilitative Medizin

Wir behandeln Funktionseinschränkungen und Schmerzzustände. Mit den Methoden der Physikalischen Therapie können wir gezielt unterstützen.

Fachspezifische Diagnostik und gezielte Behandlungspläne

Wir erstellen einen auf Befunde und Beschwerden zugeschnittenen Trainingsplan, in der Regel mit gymnastischen Übungen, Physio-, Ergotherapie, Psychotherapie, evtl. Training im Fitness-Center oder im Schwimmbad.

Rückenschmerzen - Therapie am MediCenter München

Das Auftreten von Osteoporose und altersabhängigen Knochenbrüchen nimmt stark zu. Dies hat mit unserer längeren Lebensdauer, aber auch mit Ernährung und reduzierter körperlicher Aktivität zu tun.

Osteoporose-Therapie im Medicenter München

Rund 400 Akupunkturpunkte werden bei uns benutzt, auch Sonderformen der Akupunktur wie die Ohrakupunktur bieten wir an.

Akupunktur am MediCenter München