Rückenschmerzen und Funktionsstörungen im Bereich der Wirbelsäule

Vier von fünf Menschen haben mindestens einmal im Leben Rückenschmerzen. Die gute Nachricht ist: Bei den meisten verschwinden die Schmerzen so schnell, wie sie gekommen sind, in der Regel sind die Patienten nach vier Wochen wieder beschwerdefrei. Doch bei etwa zehn Prozent der Betroffenen bleiben die Schmerzen.

Wichtig: gezielte körperliche Untersuchung

Meist ist der berühmt-berüchtigte Bandscheibenvorfall nicht vorhanden oder nicht die eigentliche Ursache der Schmerzen. Experten schätzen, dass etwa jeder Zweite zwar schon einmal eine Bandscheibenvorwölbung hatte, diese aber gar nicht bemerkte.

Oftmals sind tief innen gelegene Muskeln und Bänder die Ursache für die gespürten Schmerzen. Dauern diese länger an, dann stellen sich zusätzliche Beschwerden im Rücken ein, und der Patient kann oftmals nicht mehr zwischen Ursache und Wirkung unterscheiden.

Nur durch eine gezielte körperliche Untersuchung lassen sich diese sog. Funktionsstörungen diagnostizieren.

Individueller Trainingsplan

Ärztlicherseits erstellen wir einen auf Untersuchungsbefunde und Beschwerden zugeschnittenen Trainingsplan. Darin enthalten sind in der Regel gymnastische Übungen, evtl. Training im Fitness-Center oder im Schwimmbad. Der Patient bekommt Sportarten gezeigt, die ihm ebenfalls bei seinen Rückenschmerzen helfen. Ergonomische Beratungen am Arbeitsplatz und Elemente der Rückenschule zur Vermeidung künftiger Rückenprobleme schließen sich an.

Aktivieren statt Ruhigstellen

Das Ziel ist es, die Patienten zu mobilisieren, sie aktiv werden zu lassen. Dazu arbeiten wir eng mit Physio- und Ergotherapeuten zusammen. Denn mittlerweile steht für Mediziner fest: Wenn nicht akute Infektionen oder Wirbelbrüche vorliegen, ist Ruhe bei chronischen Rückenschmerzen nicht die richtige Behandlung. Vielmehr sollte der Körper in Bewegung bleiben und regelmäßig, d.h. mindestens 3 x/Woche à 20 Minuten trainiert werden.

Psyche und Rücken

Rückenschmerzen stehen in enger Beziehung zu Belastungen psychischer Art und v.a. Belastungen am Arbeitsplatz. Diese sollten im Gespräch erkannt und erörtert werden. Aus diesen Gründen werden Psychotherapeuten in die Therapieplanung miteinbezogen.

Schwerpunkte der Praxis für Physikalische & Rehabilitative Medizin