Medizet - Verbund unserer medizinischen Dienstleister

Das Medizet (Medizinisches Dienstleistungszentrum) ist seit 01.07.2006 als eigenständiger Betrieb innerhalb des Städtischen Klinikums München GmbH (StKM) organisiert. Es besteht aus den Departments Apotheke und Sterilgutversorgung, aus vier Instituten für Pathologie sowie dem Department für Klinische Chemie und dem Department Medizinische Mikrobiologie, in denen insgesamt ca. 445 Vollkräfte an allen Klinikstandorten des StKM tätig sind.

Labordienstleistungen werden in den Departments für Klinischen Chemie, medizinische Mikrobiologie sowie in den vier pathologischen Instituten erbracht. Die Labore versorgen neben den unternehmensinternen Klinikstandorten auch externe Kliniken im Raum München komplett oder teilweise mit Labordienstleistungen.

Derzeit betreibt das StKM an den Standorten der Kliniken Bogenhausen und Harlaching eine Zentralsterilisation zur Versorgung der Klinikstandorte des StKM mit Sterilgut.

Die Krankenhausapotheke mit ihren Standorten im Klinikum Bogenhausen und im Klinikum Schwabing versorgt mit insgesamt ca. 4.000 Krankenhausbetten die Kliniken des StKM sowie weitere Kliniken in München.

Weitere Fragen beantworten wir Ihnen gerne:

Betriebsleitung des Medizet

Die Departments des Medizet

Department Apotheke

Die Krankenhausapotheke am Standort Bogenhausen und Schwabing bietet ein breites Leistungsspektrum:

  • Pharmazeutische Logistik: u. a. Arzneimitteleinkauf und -versorgung, Geschäftsführung der Arzneimittelkommission, Sicherstellung der Arzneimittellagerung auf den Stationen
  • Arzneimittelherstellung: Herstellung von Arzneimitteln als Rezeptur oder auf Vorrat, z. B. Salben, Kapseln mit speziellen Dosierungen für Kinder und Säuglinge sowie Sterilproduktion von Injektions- und Infusionslösungen, z. B. Antimykotika, diverse Speziallösungen uvm.
  • Klinisch-pharmazeutische Serviceleistungen: u. a. Arzneimittelinformation und Beratung zur Arzneimitteltherapie für ärztliches und pflegerisches Personal, Bereitstellung von Standardinformationen sowie pharmazeutische Betreuung der Patientinnen und Patienten, Unterstützung der Arzneimitteltherapiesicherheit
  • Qualitätssicherung: u. a. Prüfung der Ausgangsstoffe eigenhergestellter Produkte und industrieller Fertigarzneimitteln sowie die Durchführung von Rückrufen etc.
  • Zentrale Zytostatikazubereitung: ca. 60.000 patientenindividuelle Zubereitungen von Infusionen mit Krebsarzneimitteln, individuelle Überprüfung der Therapieregime sowie Dokumentation zusatzentgeltfähiger Arzneimittel uvm.

Mit ihrem Leistungsspektrum unterstützt die Krankenhausapotheke eine rationale, sichere und wirtschaftliche Arzneimitteltherapie in den Kliniken und mitversorgten Einrichtungen.

Seit Ende 2008 stehen für die pharmazeutische Logistik moderne Kommissionierautomaten zur Verfügung. Die Arzneimittelbestellungen von den Stationen sowie auch die ärztliche Freigabe erfolgen elektronisch. Damit werden Fehler vermieden und die Dokumentation verbessert. Die Stationen können auf die hinterlegten Arzneimittellisten zugreifen und sich über die aktuellen Preise informieren. Durch die optimierten Prozesse wird mehr Personal für die klinisch-pharmazeutischen Serviceleistungen bereitgestellt und dieser Bereich intensiviert. Für Kliniken ohne eigene Krankenhausapotheke wird eine Arzneimittelversorgung (nach § 14 Apothekengesetz) angeboten, die selbstverständlich auch klinisch-pharmazeutische Serviceleistungen in diesem Rahmen beinhaltet. Unsere Kunden profitieren darüber hinaus von den günstigen Einkaufspreisen eines Großklinikums in einem bundesweiten Einkaufsverbund.

Die zentrale Zytostatikazubereitung im Klinikum Schwabing ist bereits seit Februar 2007 nach QuapoS 2000 von der Deutschen Gesellschaft für Onkologische Pharmazie ununterbrochen zertifiziert. Das übergreifende Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001:2008 aller Bereiche der Krankenhausapotheken ist seit Dezember 2011 ohne Unterbrechung zertifiziert.

Department Klinische Chemie

Das Department für Klinische Chemie betreibt an den vier Standorten (Bogenhausen, Harlaching, Neuperlach und Schwabing) jeweils ein 24-Stunden-Basislabor. Für die Patientenversorgung innerhalb des Städtischen Klinikums, aber auch für externe Einsender, stehen nachfolgende Diagnosemöglichkeiten zur Verfügung:

Basislabor:

  • Chemie
  • Hämatologie
  • Hämostasiologie
  • Urinanalytik
  • Blutdepot (Neuperlach, Harlaching, Bogenhausen, Schwabing)

Speziallabore:

  • Toxikologie
  • Autoimmundiagnostik
  • Proteindiagnostik
  • Liquordiagnostik
  • Tumormarker
  • Hormone
  • Funktionstests
  • Allergiediagnostik
  • Molekulare Diagnostik

Basislabor:

Aus einer Heparinplasmaprobe (5 ml) können ca. 80 Parameter der Klinischen Chemie vollautomatisch bestimmt werden. Notfallproben werden mit einer internen Turn-around-Time (TaT) von ca. 30 Minuten abgearbeitet. Selbst Parameter wie freies Hämoglobin, IL 6, Procalcitonin, BNP, Primidon, Methotrexat, Prolactin und Ciclosporin sind voll in den Routinebetrieb integriert und jederzeit verfügbar.

Toxikologie/Drug Monitoring:

Mittels Massenspektrometrie (exakte Molekülmassenbestimmung, Fragmentanalysen) werden Medikamente, Drogen und Giftstoffe mit sehr hoher Sicherheit identifiziert. Diese Untersuchungsverfahren bieten wir an sieben Tagen als toxikologisches Screening für Patienten mit unklaren Vergiftungen an.

Autoimmundiagnostik:

In der Autoimmundiagnostik wird mit großer Erfahrung die Immunfluoreszenz auf zahlreichen Zell- und Gewebematerialien durchgeführt. Daneben erfolgt eine quantitative Bestimmung einzelner Antikörper mit automatisiertem ELISA-Prozessor. Bei Verdacht auf oft lebensbedrohliche Erkrankungen wie Goodpasture-Syndrom oder autoimmune Glomerulonephritis können Basalmembran-Antikörper so in kurzer Zeit und bei Bedarf rund um die Uhr bestimmt werden.

Die Abarbeitung auch externer Probenmaterialien (Basislabor, Toxikologie) erfolgt an sieben Tagen der Woche. Die Befundübermittlung kann telefonisch, DV-gestützt oder per FAX erfolgen. Bei Nachfragen steht ein Dienstarzt, der über die Zentrale Probenannahme am Standort Schwabing angefunkt werden kann, zur Verfügung. Das detaillierte Untersuchungsspektrum stellen wir auf Wunsch gerne zur Verfügung. Das Department für Klinische Chemie ist seit 2011 für den Bereich Medizinische Laboratoriumsdiagnostik an allen vier Standorten nach der DIN EN ISO 15189, 2007 (D-ML-13106-01-01) akkreditiert.

Department Medizinische Mikrobiologie

Mikrobiologische Untersuchungen werden zentral am Standort Klinikum Schwabing durchgeführt, technische Hygiene-Untersuchungen erfolgen im Labor am Standort Klinikum Bogenhausen.

Das Leistungsspektrum umfasst dabei:

  • Bakteriologie: Kultur und Antibiotikatestung aller wichtigen Infektionserreger; spezielle Programme für KMT- und Mukoviszidosepatienten
  • Mykologie: Nachweis von Hefe- und Schimmelpilzen mittels Langzeitkulturen
  • Infektionsserologie: Antigen- und Antikörpernachweise aus Serum und anderen Materialien
  • Molekularbiologie: Hochempfindlicher qualitativer Nachweis von MRSA, B-Streptokokken, Chlamydien, GO, Influenza und Clostridium difficile. Quantitativer Nachweis von Adenovirus, HIV, HBV, HCV, HSV, HHV6, HHV8, VZV, CMV, EBV, Parvovirus B19 sowie Genotypisierung von HCV
  • Parasitologie: Mikroskopischer und serologischer Parasitennachweis
  • Schnellnachweise für ausgewählte Erreger über 24 Std.

Der Bereich Molekularbiologie wurde 2010 nach DIN EN ISO 15189 akkreditiert. Neben einer modernen Diagnostik stehen an beiden Standorten über 24 Stunden qualifizierte und erfahrene Ärzte zur Beratung in mikrobiologischer Diagnostik, Antibiotikatherapie und Krankenhaushygiene zur Verfügung.

Alle Befunde werden in einem mit der Klinischen Chemie gemeinsam betriebenen Laborinformationssystem verwaltet und können sowohl elektronisch als auch in Papierform an die Einsender übermittelt werden. Eine Anbindung an das Laborinformationssystem ist auch für externe Kunden möglich.

Department Pathologie

An allen vier Standorten werden jeweils Institute für Pathologie betrieben, die in engem Kontakt mit den Klinikern die pathologische Versorgung der Kliniken gewährleisten. Dazu gehört die Basisdiagnostik wie die zytologische, histologische Diagnostik für stationäre und ambulante Patienten einschließlich der Schnellschnittdiagnostik. Des Weiteren werden Obduktionen als wichtige Maßnahmen der Qualitätssicherung erbracht. Die Institute veranstalten regelmäßig klinisch-pathologische Konferenzen und sind intensiv in den verschiedenen Organzentren eingebunden. Zusätzlich wird – angepasst an die jeweiligen Schwerpunkte der Standorte – eine Subspezialisierung der Pathologieleistung wie Neuropathologie, gastrointestinale Pathologie, Hämatopathologie etc. angeboten. Die dazu zusätzlich notwendigen Untersuchungsverfahren wie Immunhistochemie und Molekularpathologie werden vorgehalten und ermöglichen dem behandelnden Arzt eine optimale therapeutische Versorgung der Patienten.

Die Institute nehmen im Rahmen der Qualitätssicherung regelmäßig an Ringversuchen teil.

Department Sterilgutversorgung

Das Department Sterilgutversorgung, in dem derzeit zwei Zentrale Sterilgutversorgungsabteilungen (ZSVA) organisiert sind, versorgt als Dienstleister alle Klinikstandorte mit Sterilgut. Die in Kliniken gebrauchten und wieder verwendbaren Medizinprodukte werden von geschultem Personal in validierten Prozessen unter Einhaltung hoher Qualitätsstandards aufbereitet. Das Qualitätsmanagementsystem des Departments Sterilgutversorgung ist seit November 2013 nach der DIN EN ISO 13485 sowie nach der DIN ISO 9001zertifiziert. Aus gesetzlichen, wirtschaftlichen und qualitativen Gründen wird der gesamte Versorgungsprozess durch den Einsatz eines IT-gestützten Instrumentenmanagementsystems lückenlos dokumentiert. Die verschiedenen Stationen sind der Wareneingang, der Reinigungs- und Desinfektionsprozess (mit Übernahme der technischen Daten aus den RDGs), der Packvorgang (Packlisten sind in der IT hinterlegt), der Sterilisationsprozess (ebenfalls mit Übernahme der technischen Daten aus den Sterilisatoren) sowie die Auslieferung. Somit wird eine vollständige Rückverfolgbarkeit von sterilisierten Medizinprodukten gewährleistet. Zuletzt werden im OP die verwendeten Medizinprodukte patientenbezogen zugeordnet.

Transfusionsmedizin

An vier Klinikstandorten betreibt das Medizet unter der ärztlichen Leitung von Herrn Prof. Dr. Walter Hofmann Blutdepots, die die Kliniken der StKM mit Blutprodukten versorgen und alle dafür notwendigen Untersuchungen rund um die Uhr anbieten.

Unser Blutspendedienst ist seit 1. April 2016 geschlossen. Nachträgliche Informationen zu Produkten des Blutspendedienstes München der StKM finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

 

Labor für technische Hygiene

Das Department Medizinische Mikrobiologie betreibt am Standort Klinikum Bogenhausen das Labor für technische Hygiene. Das Labor für technische Hygiene ist nach DIN EN ISO 17025 akkreditiert und bietet auch externen Partnern diverse Untersuchungen an.

>> Labor für Technische Hygiene - weitere Informationen, Leistungen & Kontakte