Aktuelle Mitteilung des Städtischen Klinikums München

Die Neuausrichtung des Städtischen Klinikums greift – Herausforderungen bleiben

Aufsichtsrat berät über Bau- und Modernisierung, Unternehmensplan und wirtschaftliche Entwicklung der StKM

München, 02. Dezember 2016. Das Städtische Klinikum München (StKM) erzielt im Jahr 2016 ein positives operatives Ergebnis: Seit 2009 soll das Betriebsergebnis (EBITDA) erstmals wieder positiv ausfallen und gleichzeitig nach aktueller Prognose der Geschäftsführung des Städtischen Klinikums München (StKM) mit rund 10 Mio. Euro das beste Ergebnis des Klinikverbundes seit seiner Gründung im Jahr 2005 werden.

 

„Das ist ein klares Zeichen, dass die Neuausrichtung greift und Formen annimmt. Dafür verantwortlich sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die großes Engagement in allen Bereichen auf diesem herausfordernden Weg zeigen“, freut sich Dr. Axel Fischer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Städtisches Klinikum München GmbH. Das Klinikum hält an dem eingeschlagenen Kurs der medizinischen Zentrenbildung und den Neubauplänen klar fest. „Eine sehr gute Medizin und Pflege in moderner Infrastruktur ist die Basis für ein zukunftsfähiges Klinikum der StKM“, so Dr. Fischer im Rahmen der Vorstellung der Unternehmensentwicklung in der Aufsichtsratssitzung.

 

Wichtige Meilensteine im Jahr 2016 waren dabei beispielsweise der Verkauf des Blutspendedienstes oder Einsparungen durch den Wechsel der Einkaufsgemeinschaft. Dass die Entscheidungen, wo möglich die Belange der Mitarbeiter berücksichtigen und nicht einem rein wirtschaftlichen Diktat unterliegen, zeigt das Beispiel der Klinikküchen. Die Speisenversorgung wurde nicht ausgelagert und so behielten rund 170  Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze. Die offenen Stellen im Pflegebereich konnten 2016 nur durch den Einsatz von Leiharbeitskräften kompensiert werden, was mit zu einer leichten Planverfehlung im Betriebsergebnis geführt hat.

 

Die Herausforderungen des Klinikums bleiben auch in den nächsten Jahren groß. Der Aufsichtsrat des Städtischen Klinikums beriet in seiner Sitzung am 2. Dezember auch über die erneut ambitionierte Unternehmens- sowie die fünfjährige Finanzplanung des Klinikums.

 

Für den Münchner Oberbürgermeister spielt die Gesundheitsversorgung für alle Münchnerinnen und Münchner eine besondere Rolle: „Als Landeshauptstadt München nehmen wir unsere gesellschaftliche Verantwortung ernst und wahr. Wir investieren in die Neuausrichtung, weil das Städtische Klinikum Medizin für alle bietet – und gerade für jene, die darauf besonders angewiesen sind: alte Menschen, Notfallpatienten, schwerstkranke Kinder und Frühgeborene, die einen guten Start ins Leben brauchen. Den städtischen Kliniken verdankt die Medizinstadt München in wesentlichen Teilen ihren guten Ruf. Damit das auch weiter so bleibt, wollen wir mit der Neuausrichtung des Städtischen Klinikums Zukunftsthemen besetzen und Maßstäbe in Medizin und Pflege setzen.“

 

Ein weiteres Thema der Aufsichtsratssitzung waren die Bau- und Modernisierungspläne des Klinikums: Der Startschuss zum Neubau des Klinikums Schwabing erfolgte mit dem offiziellen Spatenstich am 10. Oktober 2016. Die Planungen der weiteren Neubauprojekte Klinikum Harlaching, Klinikum Bogenhausen sowie der Neubau eines Zentrallabors am Klinikstandort Neuperlach konkretisieren sich. Daneben wurden dem Aufsichtsrat die Inhalte der Stadtratsunterlage mit den vorhandenen Risiken, Herausforderungen, der Fördersituation und Kostenpotentialen der Projekte dargestellt. Der Stadtrat befasst sich im Rahmen seiner Sitzung am 14. Dezember mit diesem Thema.

 

Die Landeshauptstadt München und der Freistaat Bayern fördern die Bauprojekte des Städtischen Klinikums. Insgesamt investieren sie in den kommenden Jahren rund eine dreiviertel Milliarde Euro. Es handelt sich um eines der größten Zukunftsprojekte im deutschen Gesundheitswesen.

 

Der Aufsichtsrat begrüßt dabei ausdrücklich, dass finanzielle Obergrenzen für die Neubauprojekte eingehalten werden müssen. Dr. Fischer betont: „Wir planen und bauen mit Augenmaß. Deshalb werden wir die Bauplanung nochmals ansehen, um mögliche Einsparpotentiale bei den Projekten zu identifizieren. Der verantwortungsvolle Umgang mit öffentlichen Fördermitteln ist das oberste Gebot. Klar ist, dass die geplanten Neubauten die künftige Basis sind, unseren Mitarbeitern ein hochmodernes Arbeits- und unseren Patienten ein bestmögliches Behandlungsumfeld zu bieten. Gleichzeitig sind sie die Voraussetzung für eine langfristig wirtschaftlich positive Entwicklung, um Investitionen künftig wieder aus eigener Kraft zu stemmen.“

 

Weitere Projekte wurden dem Aufsichtsrat im Rahmen der Befassung zur wirtschaftlichen Entwicklung vorgestellt. Um die ambitionierten Planungen der medizinischen Leistungsentwicklung zu erreichen, wird zusätzlich zu den geplanten Baumaßnahmen in den Bestand der Kliniken investiert, um die Patientenversorgung bis zur Fertigstellung der Neubauten auf hohem Niveau sicher zu stellen.

 

Im medizinischen Bereich erweitern zusätzliche Angebote die Therapie in verschiedenen Bereichen. Dazu zählen beispielsweise die neue Weaning-Station zur Entwöhnung von der künstlichen Beatmung im Klinikum Harlaching, neue übergreifende Versorgungs- und Leistungskonzepte bei der Frühchenversorgung sowie der Ausbau der Angebote im Bereich Kinder- und Jugendpsychosomatik im Klinikum Schwabing.

 

Eines der drängendsten Probleme ist die Nachbesetzung der offenen Stellen im Pflegebereich. Im Wettbewerb um Pflegekräfte spielen Angebote wie Wohnraum eine wichtige Rolle. Jüngst hat die StKM sich Belegrechte für 77 zusätzliche Wohnungen gesichert, die an Mitarbeiter und neue Pflegekräfte vergeben werden.

 

Qualität steht im Mittelpunkt verschiedenster weiterer Projekte. Dazu gehört beispielsweise die Teilnahme an der „Initiative Qualitätsmedizin“ (IQM). Hier engagieren sich über 380 Krankenhäuser aus Deutschland und der Schweiz für mehr medizinische Qualität. Auch im Bereich Digitalisierung reichen die aktuellen Initiativen von der mobilen Visite über W-Lan bis hin zum digitalen Diktat der Arztbriefe per Spracherkennung. So werden Mitarbeiter gezielt entlastet und haben mehr Zeit für Patienten.

 

Mit seinen fünf Standorten in Bogenhausen, Harlaching, Neuperlach, Schwabing und der Thalkirchner Straße sowie dem medizinischen Dienstleistungszentrum Medizet bietet das Städtische Klinikum München eine umfassende Gesundheitsversorgung auf höchstem medizinischen und pflegerischen Niveau. Jährlich lassen sich hier rund 140.000 Menschen stationär und teilstationär behandeln – aus München, der Region und der ganzen Welt. Auch in der Notfallmedizin ist Deutschlands zweitgrößtes, kommunales Klinikunternehmen die Nr. 1: Rund 170.000 Menschen werden jedes Jahr in den vier Notfallzentren aufgenommen – das entspricht über 40 Prozent aller Notfälle der Landeshauptstadt. Die Kliniken sind entweder Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität oder der Technischen Universität München. In den über 60 Fachabteilungen gibt es zudem zahlreiche interessante Einsatzmöglichkeiten. Die hauseigene Akademie bietet vielfältige Einstiegs- und Entwicklungsperspektiven und verantwortet die aktive Nachwuchssicherung. Mit rund 500 Ausbildungsplätzen jährlich ist sie die größte Bildungseinrichtung im Pflegebereich in Bayern.

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