Herzlich willkommen!

  

Serviceangebote im Bereich Interkulturelle Versorgung

Menschen anderer Kulturen und Sprachen sind im Städtischen Klinikum München stets willkommen.

Das Städtische Klinikum München erfasst auf freiwilliger Basis seit 2006 die Nationalität der Patientinnen und Patienten. So wurden z.B. 2009 insgesamt 14.313 nichtdeutsche Patient/innen im Städtischen Klinikum mit 162 Nationalitäten stationär behandelt. 

Um noch besser Ihre Wünsche zu kennen, führt das Fachreferat Interkulturelle Öffnung fremdsprachige Patientenbefragungen durch.

Damit Sie sich bei dem Aufenthalt in unserer Klinik wohlfühlen, hat das Fachreferat Interkulturelle Versorgung zahlreiche Serviceangebote entwickelt: 

  • Sollten Sie sprachliche Unterstützung benötigen, steht Ihnen und Ihren Angehörigen der Hausinterne Dolmetscherdienst mit rund 35 Sprachen kostenlos zur Verfügung.
  • Verschiedene Angebote in der Muttersprache sollen dazu beitragen, dass sich nichtdeutsche Mitbürger/-innen besser über Krankheit und Gesundheit informieren können, wie z.B.

    • Türkischsprachige Selbsthilfegruppe für Diabetiker am Klinikum Schwabing (Info Tel.: (089) 3068-2622)
    • Türkischsprachige Gesundheits-Informations-Reihe am Klinikum Schwabing (Info-Tel.: (089) 3068-2622)
    • Türkischsprachige Knie- und Hüftsprechstunde am Klinikum Harlaching (Info-Tel.: (089) 6210-3067)
    • Spezielle Angebote in weiteren Sprachen sind im Aufbau

  • Muslimische Gebetsräume finden Sie im Klinikum Schwabing, an den anderen Standorten ist diese Einrichtung geplant.

Hausinterner Dolmetscherdienst

Über 100 geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit medizinisch/ pflegerischer Grundausbildung und meist muttersprachlichen Fremdsprachkenntnissen bieten in allen Häusern des Städtischen Klinikum für Patienten wie Angehörige mündliche Übersetzungen in insgesamt 35 Sprachen an.

75% der hausinternen Dolmetscherinnen und Dolmetscher kommen aus dem Bereich der Pflege. Der hausinterne Dolmetscherdienst unterstützt mit seiner Tätigkeit nicht nur das Klinikpersonal bei der Erstellung von Diagnosen, Aufklärungsgesprächen, Befundmitteilungen usw., sondern kann auch von Patienten und Angehörigen über das Behandlungsteam kostenlos gerufen werden.

Patienten, die zur Behandlung aus dem Ausland einreisen, müssen für Dolmetscherleistungen selbst aufkommen.

Aufgaben und Bedeutung der interkulturellen Versorgung für unser Krankenhaus

Von den Großstädten mit über 200.000 Einwohnern hat München mit 23,0 % nach Frankfurt (25,9 %) den zweithöchsten Ausländeranteil in der Bundesrepublik.

Mit durchschnittlich monatlich 1.000 Patientinnen/Patienten nichtdeutscher Nationalität steht das Städtische Klinikum München vermutlich bundesweit an der Spitze der stationären Gesundheitsversorger im Migrantenbereich.

Das Fachreferat Interkulturelle Versorgung will

  • bestehende Zugangsbarrieren sprachlicher und kultureller Art abbauen
  • die interkulturelle Kompetenz in der Versorgung unserer nichtdeutschen Patientinnen und Patienten erhöhen
  • eine migrationssensible Angebotsstruktur entwickeln, um v. a. die große Anzahl der in München lebenden Migrantinnen und Migranten für die gezielte Inanspruchnahme unserer Leistungen zu gewinnen.

Das Fachreferat Interkulturelle Versorgung arbeitet aufgrund vieler gemeinsamer Aufgaben eng mit dem Bereich "Koordination Auslandsgeschäfte" zusammen.

Eine Broschüre der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung stellt die Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten mit Zuwanderungsgeschichte im Krankenhaus in den Mittelpunkt. Zentrales Element des Praxisratgebers sind die vielen Praxisbeispiele, die sehr deutlich demonstrieren, wie die interkulturelle Öffnung eines Krankenhauses umgesetzt werden kann.

Hier konnte das Städtische Klinikum München unter Leitung der Fachreferentin für Interkulturelle Versorgung, E. Wesselman, durch die reichhaltige Erfahrung im kultursensiblen Umgang mit Patientinnen und Patienten anderer Kulturen und Sprachen einen wichtigen Beitrag leisten.

Die Broschüre richtet sich an alle Krankenhäuser und Fachbereiche, von der Leitungsebene in Verwaltung, Pflege und Ärztlichem Dienst bis hin zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf den Stationen, die tagtäglich mit Menschen unterschiedlicher Herkunft zu tun haben.

Auf der Internetseite der Integrationsbeauftragten steht der Praxisratgeber als Download zur Verfügung und kann kostenlos über den Publikationsversand der Bundesregierung bestellt werden.