Gelebte Partnerschaft - Voraussetzung für optimale Versorgung

Prof. Dr. Markus Schwaiger, Ärztlicher Direktor des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München (TUM), erklärt die Vorteile den engen Zusammenarbeit der Universitätsklinik mit dem Städtischen Klinikum. 

Herr Prof. Schwaiger, in der Kinder- und Jugendmedizin kooperiert das Klinikum Schwabing sehr eng mit dem Klinikum rechts der Isar. Welche Vorteile bietet das den jungen Patientinnen und Patienten – und für die Forschung des MRI?

Als Universitätsklinikum der Technischen Universität München (TUM) ist das Klinikum rechts der Isar der stetigen Erweiterung und Verbesserung von Krankenversorgung und medizinischer Lehre verpflichtet. Wir decken ein breites Spektrum unterschiedlichster Erkrankungen und Medizinanwendungen ab. Die Kindermedizin ist uns in diesem Zusammenhang ein zentrales Anliegen. Zum einen wollen wir optimale Versorgungs- und Behandlungsmöglichkeiten für kleine Patienten entwickeln. Zum anderen liegt uns auch eine herausragende Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten in der Kindermedizin sehr am Herzen. Um diese Ziele zu erreichen, hat sich die Verbindung der Erwachsenenmedizin am Klinikum rechts der Isar mit der Kindermedizin am Klinikum Schwabing als Modell sehr bewährt. Der Vorteil für uns als Uniklinikum der TUM ist, dass wir in dieser Konstellation ein großes Spektrum ärztlicher Leistungen abdecken können, vor allem auch Schwerpunkte wie die Kinderkardiologie und Kinderherzchirurgie am Deutschen Herzzentrum. Ich denke dabei insbesondere an die Behandlung angeborener Herzfehler, ein Thema, das ja in erster Linie Kinder und Jugendliche betrifft. Hier ergeben sich hervorragende Synergien aus Erwachsenen- und Kindermedizin.

Prof. Dr. Markus Schwaiger, Ärztlicher Direktor des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München (TUM)

Welche Vorteile sehen Sie in einer engen Kooperation von kommunaler Versorgung und Universitätsmedizin?

Mit dem Klinikum Schwabing haben wir mitten in der Stadt eine ausgezeichnete Anlaufstelle für die Bewohner Münchens bei „normalen“ Kindererkrankungen und, wenn nötig, eben auch bei herausfordernden klinischen Problemen, zum Beispiel in der Kardiologie, Orthopädie oder Onkologie, wo besonders ausgebildete Spezialisten gebraucht werden. Uns als Universitätsklinikum ist die Kooperation auch im Hinblick auf die Lehre wichtig: Die Nähe zu einer breiten Kindermedizin ist für unsere Studierenden hochattraktiv. Die Zusammenarbeit mit Schwabing hilft uns bei der intensiven Verfolgung der Ziele in der studentischen Ausbildung und der Weiterbildung von jungen Ärztinnen und Ärzten.

Warum ist es ein Vorteil für Patienten, wenn Forschungsergebnisse zeitnah den Weg „from bench to bedside“, also aus dem Labor ans Krankenbett finden?

Die Patienten bekommen dadurch Zugang zu den modernsten Therapieformen. Ein gutes Beispiel hierfür ist Prof. Dr. Stefan Burdach in seiner Doppelfunktion als ausgewiesener Forscher bei uns an der TUM und Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in Schwabing. So kann die klinische Versorgung auf dem modernsten Stand der onkologischen Forschung erfolgen. Bei besonderen Krebsformen im Jugendalter, insbesondere Knochenkrebs, besetzt Prof. Burdach sowohl national als auch international eine hervorragende Stellung.

Das Klinikum Schwabing legt mit dem Neubau die Basis für Medizin in einer hochmodernen Infrastruktur. Welche Wünsche verbinden Sie als kooperierende Einrichtung mit diesen Neubauplänen?

Wir begrüßen das sehr, weil damit der Schwerpunkt Kinder- und Jugendmedizin entscheidend erweitert wird. Das neue Mutter-Kind-Zentrum ist für Eltern und junge Patienten attraktiv, weil es eine nahtlose Versorgung von der Geburt bis ins junge Alter bietet. Wir wünschen uns eine gelebte Partnerschaft zwischen Schwabing und rechts der Isar auf dem Gebiet der Kindermedizin, in der wir gemeinsam Organisationsstrukturen erarbeiten, die auf städtischer wie auch universitärer Seite die Voraussetzungen für die bestmögliche Versorgung dieser Patienten schaffen werden.

Im Konzept der Stadt zur Konzentrierung der Neonatologie in den städtischen Kliniken sehen wir uns als akademischen Partner, der Hilfestellung in hochkomplizierten Fällen leistet und am Klinikum Schwabing die nächste Generation von Kinderärztinnen und -ärzten auf hohem Niveau ausbildet. Langfristig wollen wir über die theoretische und experimentelle Forschung hinaus in dieser Zusammenarbeit gemeinsame klinische Forschungsvorhaben entwickeln, wobei unser Ziel immer dasselbe bleibt: Die Entwicklung und Anwendung neuester Therapien und diagnostischer Methoden zum Wohle der jungen Patientinnen und Patienten.

Wir stellen vor: Investitionen in die Medizin von morgen

Freuen Sie sich mit uns auf die neue München Klinik.