Qualität im Städtischen Klinikum München

Im Städtischen Klinikum München hat die kontinuierliche Qualitätsverbesserung eine lange Tradition – sie ist Teil der Unternehmenskultur. Der Bereich Qualitätsmanagement ist daher auch unmittelbar dem Vorsitzenden der Geschäftsführung zugeordnet.

Wir wollen Qualität messbar und somit greifbar machen. Hierzu  setzen wir eine Vielzahl von Instrumenten ein, u. a.

  • messen wir regelmäßig die Zufriedenheit unserer Patientinnen und Patienten
  • erfassen wir Fehler, um aus ihnen zu lernen
  • und lassen wir unser Qualitätsmanagementsystem durch externe Experten prüfen.

Diese Ergebnisse werden nach genauer Analyse genutzt, um unsere Leistungen sowie auch die Patientensicherheit noch weiter zu verbessern. Darüber hinaus vergleichen wir systematisch unsere Ergebnisse mit anderen Einrichtungen.

An unseren Standorten finden Sie weitere Ansprechpartner zum Thema Qualität. Sehen Sie sich unsere Seiten in Bogenhausen, Harlaching, Neuperlach, Schwabing und der Thalkirchner Straße an.

Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagementsysteme

Bereits seit Anfang der 90er-Jahre wird Qualität in unserem Unternehmen systematisch weiterentwickelt. Es begann mit der Initiative „Vertrauen durch Qualität“ der Stadt München. Damit waren wir der Zeit weit voraus, erst viel später forderte dann auch der Gesetzgeber die Einrichtung eines Qualitätsmanagementsystems im Gesundheitswesen.

Die Grundlage für die kontinuierliche Weiterentwicklung bildet der Kreislauf

  • Planung
  • Durchführung
  • Kontrolle
  • Verbesserung

Qualitätszertifikate

Die Zertifizierung eines solchen Systems ist bis heute freiwillig. Die Prüfung erfolgt durch externe Experten in regelmäßigen Abständen und bescheinigt den aktuell hohen Standard der medizinischen Versorgung.

2003 zählte das Klinikum Schwabing zu den deutschlandweiten Pilothäusern, die sich nach KTQ® („Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen“) zertifizieren ließen. Anschließend folgten die anderen Standorte des Städtischen Klinikums München.

In den kommenden Jahren wird ein Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN 15224 etabliert. Diese neue europäische Norm wurde speziell für das Gesundheitswesen entwickelt. Ein Schwerpunkt liegt im Bereich Risikomanagement.

Zusätzlich sind viele Bereiche durch die entsprechenden Fachgesellschaften zertifiziert. Ein Beispiel sind die Organzentren, die entsprechend der Vorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft ein Zertifikat erhalten haben:

  • Klinikum Bogenhausen: Onkologisches Zentrum, Darmkrebszentrum, Pankreaskarzinomzentrum, Lungentumorzentrum
  • Klinikum Harlaching: Brustzentrum Süd, Gynäkologisches Tumorzentrum Süd
  • Klinikum Neuperlach: Darmkrebszentrum

Patientensicherheit

Unser Ziel ist es, eine sichere Patientenversorgung zu gewährleisten. Wir haben daher in vielen Bereichen standardisierte Abläufe eingeführt, um Behandlungsfehler zu verhindern –  immer unterstützt durch die Unternehmensführung, die die Durchführung dieser Abläufe zwingend in Form von Dienstanweisungen vorschreibt.

So gibt es z. B. eine Dienstanweisung zur „Patientenidentifikation“. Sie legt fest, dass Patientinnen und Patienten vor einer OP mehrfach nach ihrem Namen und Geburtsdatum gefragt werden, um Patientenverwechslungen zu vermeiden. Darüber hinaus erhält auch jede Patientin und jeder Patient in dieser risikobehafteten Situation ein Patientenarmband. Die Kennzeichnung der zu operierenden Seite wird in der Dienstanweisung „Vermeidung von Eingriffs- und Seitenverwechslungen“ beschrieben.

Die Einhaltung bestehender Richtlinien sowie hausinterner Leitlinien, z. B. beim Umgang mit Blutkonserven, schwierigen Infektionen oder allgemein bei der Händedesinfektion, wird regelmäßig überprüft. Wir beteiligen uns auch an der deutschlandweiten „AKTION Saubere Hände“.

Weiterhin orientieren wir uns an den Handlungsempfehlungen des Aktionsbündnisses Patientensicherheit und der Schweizer Stiftung für Patientensicherheit und pflegen enge Kontakte.

Website des Aktionsbündnisses Patientensicherheit
Website der Stiftung Patientensicherheit

Klinisches Risikomanagement

Um unsere Prozesse auch mit dem Blick auf das Risikomanagement von extern beurteilen zu lassen, haben wir an mehreren Standorten Risikoanalysen durch Experten durchführen lassen. Die Analyse erstreckte sich nicht nur auf den medizinischen Bereich, sondern beinhaltete auch organisatorische, technische, bauliche und sonstige haftungsrelevante Bereiche. Da Risiken in erhöhtem Maße dort gegeben sind, wo mehrere Fachabteilungen/Berufsgruppen einander zuarbeiten oder gemeinsam den Patienten versorgen, wurden zusätzlich diese sogenannten Schnittstellen genau unter die Lupe genommen.

Das Städtische Klinikum München  beteiligt sich als eigene Berichtsgruppe am Netzwerk CIRSmedical. Dieses bundesweite und internetgestützte Meldesystem wird vom Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ), dem Aktionsbündnis Patientensicherheit, der Deutschen Krankenhausgesellschaft und dem Deutschen Pflegerat getragen. Ziel ist es, anhand der freiwilligen und anonymen CIRS-Meldungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Fehlerquellen sowie Risiken zu erkennen und von den Erfahrungen anderer zu lernen. Durch die Ableitung von Verbesserungsmaßnahmen können die geschilderten Situationen in Zukunft vermieden werden.

Website ÄQZ

Patientenrückmeldungen

Patientenbefragungen

Die Ermittlung von Stärken und insbesondere Verbesserungsbereichen ist uns besonders wichtig, weil wir ständig besser werden wollen. Wir fragen deshalb regelmäßig unsere Patientinnen und Patienten wie zufrieden sie mit uns sind. Unser Patientenfragebogen beinhaltet dabei Fragen von der Aufnahme im Klinikum bis zur Entlassung. Die Ergebnisse vergleichen wir untereinander mit allen Standorten des Städtischen Klinikums München, aber auch mit anderen Kliniken bundesweit.

Selbstverständlich werden alle Fragebögen vertraulich, anonym  und datenschutzgerecht behandelt.

In verschiedenen Bereichen finden darüber hinaus spezielle Befragungen statt, um noch konkreter die Bedürfnisse der jeweiligen Patientengruppe zu ermitteln. In den Organzentren werden z.B. jährlich eigene Patientenbefragungen durchgeführt. Der Umgang mit diesen Patientenrückmeldungen wird dann auch im Rahmen der externen Audits der Organzentren überprüft.

Beschwerdemanagement

Alle Patientinnen und Patienten können uns jederzeit ein „feed back“ geben. An den Standorten liegen sogenannte „Rückmeldekarten“ aus, die gleich an eigenen Briefkästen vor Ort eingeworfen werden können. Wir bitten alle Patienten und Patientinnen herzlich darum, von diesem Angebot Gebrauch zumachen – egal ob Lob, Anregung oder Kritik.

Rückmeldekarte zum Download (PDF)

Ein strukturiertes Beschwerdemanagementsystem mit einer einheitlichen Vorgehensweise und Auswertungssystematik ist an allen Standorten eingeführt. Neben dem Ziel, unzufriedene Patientinnen und Patienten durch eine wertschätzende Reaktion und angemessene Klärung des Sachverhaltes wieder zufrieden zu stellen, prüfen wir die geschilderten Fälle immer auf Verbesserungsmöglichkeiten und leiten dann geeignete Maßnahmen ab.

Die Beschwerdemanager der einzelnen Standorte finden Sie auf den Seiten der Standorte in Bogenhausen, Harlaching, Neuperlach, Schwabing und der Thalkirchner Straße.

Münchner Qualitätsforum

Das 24. Münchner Qualitätsforum fand am 12. und 13. Februar 2015 statt – unter dem Motto

Qualität/Sicherheit: Die Richtung ist vorgegeben.

Zu den Hauptvorträgen und Präsentationen aus den Workshops/Sessions – soweit sie uns zur Verfügung gestellt worden sind – gelangen Sie hier.

Qualitätspreis

In diesem Jahr hat die Jury zwei Projekte für den Qualitätspreis nominiert. Die Verleihung fand im Rahmen des 24. Münchner Qualitätsforums am 12. Februar 2015 statt. Die Preisträger stellten dort ihr Projekt in einer Kurzpräsentation und anhand eines Posters einem breiten Publikum vor.

Der 1. Preis ging an Monika Reichhuber aus dem Klinikum Landshut für ihr Projekt "Einführung eines Qualitätsstandards für den Umgang mit psychisch traumatisierten Patienten".

Download: Poster | Präsentation

Den 2. Preis teilen sich die Projektleitungen Anita Camol, Technologiemanagement des Städtischen Klinikums München, Abteilung Anforderungsmanagement und Planung, und Dr. Philipp Krainz, Oberarzt in der Klinik für Pneumologie und Pneumologische Onkologie am Klinikum Bogenhausen, für ihr Projekt "Integration der Befunde aus der Pneumologischen Funktionsdiagnostik in die elektronische Krankenakte (KIS)".

Download: Poster | Präsentation

Wir gratulieren den Preisträgerinnen und Preisträgern und danken allen Beteiligten für ihr Engagement im Rahmen der Projekte.

Weiterbildung

Die Weiterbildung im Bereich Qualitätsmanagement in der Akademie des Städtischen Klinikums München ist auch externen Teilnehmern zugänglich. Sie wird auch von unseren Nachbarländern genutzt. Der Qualitätsmanagementkurs 2013/2014 wurde in Abstimmung mit der Bayerischen Landesärztekammer umstrukturiert, damit die Weiterbildungszeit für die Zusatzbezeichnung „Ärztliches Qualitätsmanagement“ anerkannt wird.

Darüber hinaus sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Qualitätsmanagements als Referenten in vielfältigen Kursen der Aus-, Fort- und Weiterbildung der Akademie tätig.

Zur Seite der Fort- und Weiterbildung der Akademie